Schwein

Asiatischer Nudelsuppen-Eintopf mit Hack – heute mal die Nr. 12 extrascharf

Solange die Temperaturen noch im einstelligen und nasskalten Bereich liegen, bleibt an Bord Suppe angesagt. Mein Favorit ist die Nr. 12 extrascharf, frei nach meinem Lieblings-Asia-Imbiss interpetiert. Die Nudelsuppe nachzukochen dürfte keine „Kitchen Impossible“ Challenge werden. 😉

Das Hack für den Eintopf mache ich an Bord selbst, das ist hygienisch viel unbedenklicher.

Aisatische Nudelsuppe mit Schweinehack Bordrezept Kombüse und Segeln

Auch mal über den Tellerrand schauen: Suppe extrascharf entdecken.

Kale, Cime di rapa, Pak Choy? Alias Grünkohl, Rübstiel und Senfkohl als Einlage

Frisches Grün liefern mir Blattgemüse, die gerade erstaunliche Blog-Karrieren hinlegen. „Same same but different“. Da ich noch gut beißen kann, muss ich grüne Blätter nicht zum Smoothie pürieren. Ich kann sie knackig und im Ganzen als Suppeneinlage verwenden.

Bordrezepte Segeln Koreanischer Eintopf mit Schweinehack und Pak Choy

Mit *** Chilis. Wahrschau! Die Suppe ist höllisch extrascharf

Große Hilfe für meine Suppen Kreation war eine eine schöne Strecke aus dem „Bon Appétit Magazine“. Dort findet ihr hinreißend fotografierte Suppengerichte aus der ganzen Welt. Empfehlenswert.

Asiatischer Eintopf, wieder mal nach Baukaustensystem

Wenn der Grundstock für die Brühe erst einmal aufgesetzt ist, kann immer noch Kurs auf Thailand oder Korea genommen werden. Im Winter ist die Korea-Variante mein Favorit. Im Sommer eher die Thai-Version. Schweißtreibend sind beide.

Thai Eintopf mit Schweinehack Bordrezept Kombüse und Segeln

In der Thai Version mit mehr Kräutern, Möhren und frischem Chili

Hack selbstgemacht – einfach und sicher

Um aus Fleisch viel Geschmack herauszuholen ist Hack eine gute Idee. Hack bei unzureichender Kühlung an Bord zu lagern, ist dagegen eine sehr schlechte Idee. Deshalb mache ich es zum direkten Verbrauch immer selbst. Das geht mit dem Messer schneller als gedacht.

Selbstgehacktes hat immense Vorteile. Erstens kann ich dadurch unnötige Keime vermeiden. Gekauftes Hack bietet durch die größere Oberfläche mehr Angriffsfläche und ist viel schneller verderblich. Zweitens kann ich so sicher sein, dass das Hack nicht europaweit in 67 Schlachthöfen aus Schlachtabfällen zusammengekehrt wurde. Drittens kann ich die Konsistenz selbst bestimmen. Und viertens kann ich aus einem Rest Fleisch schnell eine Mahlzeit für zwei zubereiten.

Die Zutaten für zwei mittlere Suppenschalen

  • 1 mittleres Schweineschnitzel (alt. Stück Huhn/Rind oder veg. Tofu)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 daumendickes Stück Ingwer
  • 1 TL Szechuan Pfefferkörner (alternativ Schwarzer Pfeffer)
  • 2-3 getrocknete rote Chili (nach Schmerzempfinden)
  • ½ TL Cumin
  • 1 EL ÖL
  • 0,5 Liter Brühe (Huhn oder Gemüse, auch aus Würfel oder Fond)
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 EL Fischsauce (alternativ Salz)
  • Pfeffer und Salz
  • 2-3 Frühlingszwiebeln (alternativ 1-2 Schalotten)
  • Handvoll grünes Gemüse wie Pak Choy, Grünkohl, Cime di rapa, Mangold, Spinat oder grüne Bohnen
  • Alternativ passen auch Möhren, Pilze oder anderes Wurzelgemüse

Finish Thai Variante: Koriander, Frühlingszwiebeln, frische Chili.

Finish Koreanische Variante: Sesamsaat, „Gochujang“ Chili Paste, Frühlingszwiebelgrün

Hier geht es zur Zubereitung: (mehr …)

Feuer frei: BBQ Spareribs vom Duroc Schwein

BBQ, Spareribs, Feuer. Heute begebe ich mich auf vermintes Terrain, denn Grillen ist eine Männerdomäne. Und da ich mich für die große allgemeine Fleischverbrennung nicht so begeistern kann, habe ich ein wenig experimentiert.

Duroc Spareribs Seglerküche Kochen an Bord oder Camping

Duroc Spareribs vom Grill. Nicht ganz einfach zuzubereiten.

Um es vorweg zu sagen: Für dieses Segler – Rezept werde ich keine Grill-Meister-Plakette bekommen. Dazu fehlt uns der „Deluxe Weber Kugelgrill“ mit Deckel und mir das Y- Chromosom. Ich habe auch keine Lust Briketts zu zählen und stundenlang die 120 Grad Niedertemperatur zu kontrollieren.

Die richtige Temperatur messe ich einfach mit der Hand. Wenn es weh tut, ist es zu heiß. 😉

Auch einen Backofen haben wir nicht an Bord, um die Schälrippchen vorzugaren, bis sie später fast vom Knochen fallen. Und natürlich erst recht keinen Cobb – oder Lotus Grill. Diese aus Prinzip und auch aus Platzmangel nicht. Warum nicht? Wir wollen in erster Linie segeln.

Der neue Faltgrill überzeugt:

Passend dazu haben wir uns einen neuen praktischen Grill zugelegt. Der vorherige ist uns mit der Zeit durchgerostet. Der neue Grill lässt sich auf flache 5 cm zusammenfalten und platzsparend verstauen. Er zieht sehr schnell durch und produziert eine Wahnsinnshitze.

Durch seine quadratische Form hat er eine große Grillfläche. Würste, Steaks, Ribs und sogar eine Paella Pfanne passen locker drauf. Er hat zwei Griffe und kann wie ein Cobb herumgetragen werden. Wer den Grill kaufen will, googelt am besten „Faltgrill“ (über Bildersuche), denn Werbelinks will ich hier nicht setzen.

Und jetzt kommen wir zur Zubereitung der Spareribs:

Ich liebe Spareribs, egal ob asiatisch oder amerikanisch zubereitet. Nun ist es leider meistens so, dass sie durch den Zucker in der Marinade außen schnell verkohlen, während sie innen oft noch nicht durch sind. Bei Schwein mag ich das nicht.

Bei meinem Guru für gute Rezepte „Schuhbeck“, habe ich eine Methode gefunden, die genau dies verhindert. Der Trick: die Rippchen werden im Sud sanft vorgegart. Danach reibe ich sie mit einem frisch gemörserten BBQ-Rub ein und lasse sie ziehen.

Zum Schluss werden sie nur noch solange gegrillt, bis sie richtige Röstaromen und Kruste bekommen haben. Auf diese Methode fällt das Fleisch zwar nicht komplett vom Knochen, aber die Rippchen bleiben saftig und sind innen durch.

Spareribs Seglerküche Kochen an Bord oder Camping

Duroc Schwein –  regionale Qualität, die man schmeckt

Übrigens habe ich dafür „Thüringer“ Duroc Schwein gekauft. Das ist eine Investition, die sich wirklich lohnt. Von fertig mariniertem Fleisch lasse ich grundsätzlich die Finger. Böse.

Und das waren die Zutaten für 2 Segler:

  • 1 kg Spareribs vom Duroc Schwein

Für den Sud:

  • 1-2 l Wasser (bis die Rippchen bedeckt sind)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Teelöffel Brühe ( selbstgemacht oder Würfel)
  • 1 Stück Sternanis
  • Pfefferkörner, Piment
  • 2-3 Esslöffel Sojasauce
  • 1 Esslöffel Honig

Für den trockenen Rub:

  • 1 getrocknete scharfe Chili
  • Koriander und Fenchel Saat
  • Pfefferkörner

Für die Marinade:

  • Sweet Baby Rays BBQ Sauce ( oder andere Marke oder selbstgemacht)

Beilage:

  • Gemüse zum Grillen: Spargel oder Zucchini

Hier geht es zur Zubereitung der Grill-Rippchen:

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