Mehr über die Kombüse

Es ist verblüffend, wie wenig Werkzeug man in der Kombüse braucht. Scharfe Messer, Schneidebrett und wenige Geräte. Damit gelingt fast jedes Bord-Rezept.

Die See kocht mit allen Werkzeugen

Viel mehr Werkzeuge braucht es nicht: Gute Messer, Schäler, Reibe und Mühle

Wir haben kein fließendes Wasser, keinen Backofen, keinen Mixer. Es gibt sicher besser ausgestattete Bordküchen. Den Platz dafür haben wir nicht, dafür haben wir den schönsten Küchenarbeitsplatz der Welt. Auf Deck, mit viel frischer Luft und freiem Blick auf das Wasser.

Übrigens: Während des Segelns wird gesegelt und nicht gekocht. Anders wäre das auf dem kleinen Boot auch nicht möglich. Als erster Offizier und „Fock Affe“ habe ich mehr als genug zu tun, dafür sorgt auch der Schiffsführer.

Seglerküche, Kombüse

Beim Segeln ist ans Kochen nicht zu denken

15 Kommentare

      1. Als Fockaffe (Vorschoter) bezeichnet man den Vordermann in einem Segelboot. Im Gegensatz zum Hintermann (Steuermann oder auch Großschoter), der das Boot steuert, hat der Vorschoter das Vorsegel und den Spinnaker zu setzen, zu bergen und zu bedienen.
        Also ich bin die, die die Fock (Vorsegel) trimmt, vorne rumturnt und die Lappen runterholt, festbindet, während der Kapitän hinten gemütlich steuert. Macht Spaß (aber nur bis 5 Bft)

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    1. Ja liebe Steffi, auch ohne Blick aufs Meer sind die Rezepte leicht nachzumachen. (und ich hoffe sie schmecken dir) Wobei sie in erster Linie für das Boot, Camping, BBQ oder die Ferien als Inspiration gedacht sind, wenn es keine perfekt aussgestattete Küche mit allem Zipp und Zapp gibt.

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  1. Also mal in aller Bescheidenheit: Ich habe das gleiche Boot, und da wird sehr wohl und im Besonderen unterwegs gekocht. Um genau zu sein: gleich nach dem Aufschießen der Festmacher geht meißtens schon einer runter und kocht den ersten Espresso.

    Ansonsten ist es ein bewährtes Rezept bei zu wenig Wind mit dem Kochen eines komplizierten Gerichtes anzufangen. Spätestens, wenn man mit heißen oder scharfen Gegenständen hantiert, zieht der Wind garantiert an.

    Und schließlich: wenn man unterwegs das mitreisende Nachbarschiff, bzw. dessen erfreute Mannschaft mit frischen Pfanne- oder Apfelkuchen versorgt, ist man schon ziemlich stolz auf sein Genussreiseschiffchen (na gut, das mit der Bescheidenheit kriege ich in dem Fall nicht mehr so ganz hin, da bin ich stolz wie Bolle).

    Aber auch deftigere Gerichte gibt es natürlich unterwegs. Hauptsache, sie lassen sich in maximal zwei Töpfen zubereiten. Die Skorbut-Prophylaxe wird dabei in der Regel groß geschrieben: Zwiebeln, Knoblauch, Kohl (China oder Spitz), Linsen, Brokkoli, alles was man so an der frischen Luft besonders gut metabolieren kann…

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    1. Hallo Uwe,
      auf einer kleinen Waarschip? Das ist in der Tat sehr interessant und auch mutig. Denn so sportlich wie die Waarschip segelt, möchte ich wirklich nichts Heisses auf dem Herd stehen haben. Wir haben aber auch nichts kardanisch aufgehängtes, sondern nur ganz normale Flammen. Und ich bin wirklich froh, wenn bei Krängung nichts durchs Schiff fliegt. Also muss bei mir der Hunger etwas warten. Und nach dem Aufschießen der Leinen werden bei mir erstmal die Segel gesetzt. ;-)Aber Genussreiseschiffchen klingt gut. Liebe Grüße Cornelia

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    1. Hallo Enno, natürlich, auch Motorboot Fahrer dürfen mitlesen und kommentieren. Ich bin da sehr tolerant. 😉 Ich freue mich, dass du meine Seite gefunden hast. Ich hoffe es gefällt. Liebe Grüße Cornelia

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  2. Hallo Cornelia,

    ich bin neulich durch Zufall auf Deinen Blog gestoßen. Wirklich toll! Ich verschlinge seit 2011 so ziemlich alles, was mit Segeln und dem drumherum zu tun hat: Bücher, Zeitschriften, Videos und auch Blogs 😀 der Virus hat mich voll erwischt. Wir sind im Sommer auch auf der Ostsee unterwegs und ich liebe es an Bord zu kochen…..Auch fast nur dort 😉 im Alltag fehlt mir oft die Zeit und Ruhe dazu.
    Unsere Hanna (Delphin 66) ist vorgestern ins Winterlager eingezogen und ich kann es kaum abwarten, mit den Winterarbeiten loszulegen. Ich werde in der dunklen Jahreszeit mal einige Deiner Rezepte ausprobieren und freue mich schon darauf, diese in der nächsten Saison in die Bordküche aufzunehmen.

    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Hallo Hanna, wie lustig. Unsere Waarschip liegt auch erst seit Dienstag im Winterlager an der Schlei. Wir haben es eindeutig überzogen, und sind mit Mühe und Not von Dänemark bei starkem Südost Wind zurückgekommen. Jetzt muss ich noch ein paar Rezepte aufbereiten. Aber wenn ich ehrlich bin, macht das Kochen unter Deck im
      Dunkeln nicht mehr so viel Spaß. Wo liegt ihr im Winterlager? Liebe Grüße Cornelia

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  3. Das mit der späten und aufregenden Rücktour kenne ich! Wir sind in diesem Jahr schon am 10.09. aus der Ostsee zurück ins Heimatrevier gekommen und hatten noch einige schöne Törns auf der Elbe. Hanna liegt in Elmshorn an der Krückau im Winterlager……Sehr praktisch, nur 5 Minuten von unserem zu Hause entfernt. Die Elbe, vor unserer Tür, ist auch ein schönes Segelrevier, aber im Sommer gefällt uns die Ostsee besser….Da ist wenigstens immer Wasser 😉 mehr zum Delphin 66 (auch zur Hanna) findet man hier: http://www.delphin-66.de/
    Ahoi ⛵
    Nicole

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    1. Ach cool, das ist ja ein richtig großes Schiff. Wir liegen in Borgwedel. Das bedeutet von HAmburg aus etwa 1,5 Stunden Anfahrt. Da wird das mit den Lackarbeiten im Winter richtig schwierig. Wir übernachten dann meist in Schleswig. Lack dauert immer so lange, bis er trocken wird. 😉

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      1. Das mit dem Lack ist ist so eine Sache….Wir haben ja auch relativ viel Holz und Holzpflege ist überwiegend meine Aufgabe. Aber ich kann ja zum Glück immer mal kurz zum Schiff, wenn es gerade mal passt. Wir hatten vorher eine Bianca 27, aber mit 3 Kindern wurde uns das dann doch etwas eng.

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