scharf

Endlich Angrillen! Mit Chimichurri BBQ-Sauce aus Argentinien

Was ist Chimichurri? Das hat der „Kaleu“ spontan gefragt. Die Antwort ist so simpel wie die Chimichurri-Sauce selbst. Es handelt sich um eine scharfe Kräutersoße aus Argentinien. In Lateinamerika gehört sie zum BBQ (dort Asado) wie bei uns Senf & Ketchup. Die Sauce besteht aus einfachen Zutaten und ist gekühlt gut haltbar. Dadurch qualifiziert sie sich für meine Bord-Rezepte Sammlung. Immerhin steht das Angrillen unmittelbar bevor.

Die See kocht: Chimichurri BBQ Salsa

Frisch und scharf: Chimichurri, aka „Gimme the curry?“

Chimichurri – welche Zutaten gehören hinein?

Bis auf die frische Petersilie und den Limettensaft sollten die Zutaten in jeder gut sortierten Kombüse oder Outdoor-Küche vorhanden sein. Knoblauch, Olivenöl, Chili und Zwiebel gehören immer in die Chimichurri. Falls es mal zu einer Limettenverknappung kommt, können diese durch Essig oder Zitrone ersetzt werden. Der mediterrane Ursprung der Salsa lässt sich durch die Zutaten Oregano und Thymian nicht leugnen. Ähnlichkeiten zur Gremolata, einer Mojo oder zum Pesto sind nicht zufällig.

Chimichurri – Woher kommt der Name?

Unnützes Wissen: Wie so oft, gibt es um die Entstehungsgeschichte der Chimichurri verschiedene Legenden. Mehrfach wurden Namensgeber angelsächsischen Ursprungs genannt. Ein Ire namens Jimmy McCurry, der Engländer Jimmy Curry oder der Schotte James C. Hurra. Alles ist möglich, wahrscheinlicher ist, dass das alles „Seemannsgarn“ der Gauchos war.

Eine andere These geht von radebrechenden Engländern aus, die in Argentinien beim BBQ so was wie „CHE! Me Curry“ (Freund, mir Soße!) gerufen haben sollen. Die Spanier ihrerseits sollen sich mit einem speedy-spanglischen „Gimme the curry“ gerächt haben.

Am wahrscheinlichsten ist der baskische Ursprung des Namens. Tximitxurri bedeutet im Baskenland frei übersetzt „Ein Mix aus Allem“. Viele Basken wanderten im 19. Jahrhundert nach Argentinien aus. Klingt plausibel. Interessant auch: Die Sauce ist praktisch identisch mit der sizilianischen „Salmoriglio“ Sauce.

Chimichurri Argentinische Kräuter Salsa

Scharfe, argentinische Kräuter Soße mit europäischen Wurzeln

Für mein heutiges Rezept habe ich viele Rezepte durchforstet. Jeder Grillmeister, der was auf sich hält, hat „sein“ Spezialrezept. Diese Zutaten kommen immer vor.

Die Zutatenliste: (für ein kleines Glas, etwa 250 ml )

  • Bund glatte Petersilie (notfalls gekräuselte)
  • 2-4 Knoblauchzehen
  • 1 rote Zwiebel (oder andere)
  • 2 Chilis, getrocknet, Menge nach Geschmack (oder frische)
  • 1 TL Meersalz, gestrichen
  • 1 TL Pfeffer, frisch aus der Mühle
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • Ein paar Thymianzweige, frisch oder getrocknet (optional)
  • Gutes Olivenöl zum Auffüllen
  • 2-3 EL Weissweinessig
  • Saft einer Limette und Limettenabrieb (ersatzweise Zitrone)
  • Lorbeerblatt frisch oder getrocknet

Wem es noch nicht scharf genug ist:

  • 1/2 TL Cayenne Pfeffer (optional)
  • ggf. auch Tabasco (optional)

Für die Zubereitung habe ich einen Mörser benutzt. Ein scharfes großes Messer und ein Brett ist eine alternative Methode.

Hier geht es zur Zubereitung:

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Papaya Salat – Som Tam Thai – Original Rezept heute als Boatfood

Der Som-Tam – auch Tam-Som – aus grüner Papaya, ist eines der berühmtesten und besten Thai-Gerichte. Die erfindungsreichen Thai (es könnten auch Laoten gewesen sein) hatten die Idee, unreifes Obst wie Gemüse zu verwenden und daraus einen säuerlich-scharfen Salat zu schnitzen.

Die See kocht: Som Tam Thai Papayasalat

Iconic Thai Food. Grüner Papaya-Salat mit Bohnen und Chili!

Das Nationalgericht schmeckt durch die Balance von Limette, Knoblauch, Zucker und salzigen Fischaromen unglaublich lecker und herrlich „Umami“. Höllisch scharf ist der Salat sowieso. In Thailand wird der Som-Tam immer frisch zubereitet, besser gesagt gestampft. „Som“ steht für säuerlich, „Tam“, gesprochen „dham“ bedeutet stampfen.

Dass stumpfe dham, dham, dham“ Geräusch stammt von den Mörsern der mobilen Garküchen und Grillstände, die sich auf dieses Gericht spezialisiert haben. Feste Restaurants haben Som-Tam oft gar nicht auf der Karte. Traditionell wird der Salat mit gedämpftem Klebreis und Grillhähnchen „Gai Yang“ serviert.

Som-Tam Küchen erkennt der Tourist an den weißen Gemüseschnipseln, die vorbereitet in den Auslagen liegen. Es hat ein paar Tage gedauert, bis ich das helle Gemüse als Papaya identifiziert habe. Es erinnert an Weißkohlstreifen.

Strandküche: Verkäuferin in Thailand

Knochenjob: Mobile Som Tam- und Chicken-Verkäuferin bei 35 Grad

Ein Gericht, das unterwegs mit wenigen Hilfsmitteln gelingt, findet immer Platz in meiner Kombüse. Gerade zum BBQ schmeckt der Salat hervorragend. Kalorienarm ist er auch.

Der Duft der grünen Papaya? Wer ihn sucht, muss zu Netflix gehen.

Die grüne Papaya duftet kaum, auch wenn es einen preisgekrönten und poetischen Film zum Thema gab. (L’Odeur de la papaye verte, 1993)

Die unreife Frucht ist sehr knackig und hat die elastische Struktur, die wir für den Som-Tam brauchen. Grüne Import-Papaya aus Thailand gibt es im Asiamarkt. Dort kostet sie ein kleines Vermögen, so ab 8 € pro Stück.

Manchmal bieten Supermärkte und Discounter aus Versehen oder Unwissen Papayas an, die komplett unreif sind. Das sind dann grüne Totschläger, die ahnungslosen Kunden verkauft werden. Diese Exemplare reifen nicht mehr richtig nach. Was kaum jemand weiß: Genau diese Früchte sind für den Som-Tam geeignet. Meine Papaya aus Brasilien hat nur 99 Cent gekostet. Ein Schnäppchen.

Grüne unreife Papaya für Som Tam

Supermarkt Schnäppchen: komplett unreife Papaya

Mehr über die reife Papaya und die richtige Lagerung der Tropenfrucht gibt es nach dem Rezept. Aber zunächst die Zutaten:

Zutaten, für zwei Portionen als Beilage für das BBQ

  • 1 unreife, grüne Papaya (normal groß)
  • 2-4 kleinere junge Knoblauchzehen
  • 2-5 frische Thai Chilis (oder andere, nach Geschmack)
  • 2 EL Dried Shrimps (schwer zu bekommen, aber es lohnt sich)
  • 1-2 EL brauner Zucker (Palmzucker im Original)
  • 1-2 Limetten, je nach Größe (ca. 3 EL Saft )
  • 2 EL Fischsauce
  • Handvoll grüne Thai-Schlangenbohnen (ersatzw. gedünstete Prinzessbohnen)
  • Handvoll Cherry Tomaten oder 1-2 normale Tomaten
  • Handvoll Erdnüsse, am besten ungesalzen

Optional:

  • 1 EL Tamarindensaft zusätzlich

Beilagen:

Gurke, rohe Weißkohlscheiben oder Bohnen zum Löschen der Schärfe

Hier geht es zur Zubereitung: (mehr …)