Fried Rice Thai-Style mit Ananas und Curry (Khao Pad Sapparot)

Gebratener Reis mit Ananas und Curry wird auf der ganzen Welt geliebt, der Reis schmeckt eingängig und mild. Durch die wenigen Zutaten ist Fried Rice bestens für die Bordküche geeignet. Das asiatische Streetfood ist zudem ein leckeres Reste-Essen, wenn es richtig gemacht wird.

Curry Fried Rice Ananas serviert

Gebratener Ananas-Curry-Reis wie vom Asia Imbiss

Fried Rice wie vom Asia Imbiss – so gelingt er

Warum gebratener Reis beim Asia Imbiss immer so gut schmeckt und zu Hause oft matschig wird, hat mehrere Gründe.

Erstens: Die Feuerstellen im Imbiss erzeugen viel höhere Temperaturen, das Öl im Wok raucht dort extrem. Hitzebeständige Öle können zwar bis zu 230 Grad heiß werden, aber ab 280 Grad entzünden sie sich bereits. Viele asiatische Köche nutzen diesen Show-Effekt, der für das typische Röstaroma sorgt. Für Pantry oder Küche ist das nicht zu empfehlen. Ein Fettbrand ist gefährlich und vor allem nicht gesund. Trotzdem braucht ihr für das Wok-Gericht höhere Temperaturen und hitzebeständiges Öl.

Zweitens: Asiatische Köche sparen nicht am Öl. Während wir hierzulande oft nur zaghaft den Pfannenboden benetzen, schöpfen Thai-Chefs reichlich Öl in den Wok. Drei Esslöffel dürfen es beim Fried Rice schon sein, damit alle Reiskörner gut überzogen werden.

Drittens: Den einzigartigen Asia-Imbiss-Geschmack erzielen die Garküchen leider oft durch MSG (Glutamat). Das lassen wir natürlich weg, der Reis weckt auch ohne Zusätze alle Geschmacksnerven. Süße und Säure stammt von der frischen Ananas. Salzig wird der Reis durch Soja- und Fischsauce. Letztere addiert zusätzlich Geschmackstiefe. Eine erdige Bitternote bekommt er durch das Curry und den Kurkuma. Für Schärfe sorgt der weiße Pfeffer und die unverzichtbare Thai-Chili-Sauce „Prik Nam Pla“.

Timing und Vorbereitung sind wie immer wichtig. Dann gelingt ein authentischer Fried Rice auch zu Hause oder an Bord.

Ananas Curry Reis fertig

Yummie – der Reis kitzelt alle Geschmacksknospen

Körniger Curry Reis Ananas

Und nicht am Öl sparen – die restlichen Zutaten sind leicht

Jasmin Reis Leftover

Reis vom Vortag? Zeit für Fried Rice

Fried Rice – perfekt mit Reis vom Vortag

Übriggebliebener Reis vom Vortag eignet sich perfekt, weil er schön trocken ist. Verwendet am besten Jasmin-Duftreis. Aber auch mit Basmati Reis oder anderem Langkornreis gelingt der Bratreis. Mehr über Langkornreis und die unterschiedlichen Sorten erzähle ich nach dem Rezept.

Frische Ananas sollte beim Einkauf nicht überreif sein, sondern sich noch fest anfühlen und nur leicht duften. Dann hat sie noch eine natürliche Säure. Ist die Ananas zu reif, kann der Bratreis zu nass werden. Gebratener Reis kann notfalls sogar mit Ananas aus der Dose zubereitet werden.

Das Currypulver ist eine indische Mischung. Manchmal schmeckt das Pulver penetrant, manchmal köstlich. Sucht euch das Gewürz aus, das euch persönlich zusagt. Auch Currypulver sind nicht unbegrenzt haltbar.

Thai Ananas Curry Rice

Und immer dazu: Die Chili-Fishsauce „Prik Nam Pla“

Zutaten fuer Fried Rice vorbereitet

Alle Zutaten bereit halten. Der Reis ist schnell fertig

Die Zutaten für zwei: Fried Rice Thai – mit Ananas und Curry

  • 2 Tassen gekochter Reis vom Vortag (am besten Jasminreis)
  • 150 g Schweine- oder Hühnerfleisch (alternativ 200 g Garnelen, mit Schale)
  • 3 EL neutrales Öl (hocherhitzbar)
  • 1 Eier
  • 1 Zwiebel
  • 2-3 Frühlingszwiebeln (alternativ Schnittlauch)
  • 1 EL helle Sojasauce
  • 1 EL Fischsauce
  • 1 TL Zucker
  • Prise Salz
  • 1 gestrichener TL indisches Curry Pulver, gute Qualität
  • 1/2 Kurkuma (für die Farbe, optional)
  • 1/2 TL weisse Pfefferkörner
  • 1/2 Ananas frisch (alternativ kl. Dose, ungezuckert)
  • 2 EL Cashew Nüsse (optional)
  • 1 Limette (optional)

Optional: Tomate, Gurke, Möhre oder Rosinen

Zusätzlich für die „Prik Nam Pla“ Chili Sauce

  • 2-3 EL Fischsauce
  • frische rote Chilis (mittelgroß)
  • Limettensaft von einer halben Limette

Fried Rice Curry Ananas

Hier geht es zur Zubereitung des Ananas Fried Rice: (mehr …)

Pasta con le Sarde – Original aus Sizilien, diesmal mit Ölsardinen

„Pasta con le sarde“ – Nudeln mit Sardinen, ist ein alter Rezept-Klassiker aus Sizilien. Das Gericht soll aus dem 10. Jahrhundert stammen. Rezepte, die so viele Jahrhunderte überlebt haben, finde ich spannend für „Die See kocht“: Verfügbarkeit, Haltbarkeit, Handelswege, also auch die Seefahrt, spielten eine wichtige Rolle. Das Nudelgericht aus Sizilien entstand durch orientalische, mediterrane und italienische Einflüsse.

Die See kocht Ölsardinen Pasta

Historisches Fusion Food: Pasta mit Sardinen und Fenchel

Fenchel und Ölsardinenpasta

 Safran, Rosinen, Öl-Sardinen, Fenchel, Zwiebel, Anchovis, Röstbrot

Sizilien hat eine bewegte Geschichte. Die strategisch wichtige Insel wurde kontinuierlich erobert: Von den Phöniziern, den Griechen, Römern, Byzantinern und im 9. Jahrhundert von den muslimischen Arabern. Sie brachten zu dieser Zeit Kultur, Handelsgüter und letztlich auch wieder Wohlstand auf die von den vielen Eroberern gebeutelte Insel.

Palermo wurde damals Hauptstadt. Die Hafenstadt entwickelte sich unter arabischem Einfluss zu einer der kulturellen Metropolen im Mittelmeerraum. Das Rezept soll aus der Zeit stammen, die orientalischen Einflüsse sind deutlich spürbar. Typisch italienisch schmeckt es nicht. Die Kombination von salzigen Fischaromen, süßen Rosinen, Safran, Zwiebeln und Fenchel ist ungewöhnlich und intensiv.

Auch wenn die Araber im 11. Jahrhundert letztlich von den Normannen vertrieben wurden, weitere Kulturen und Eroberer kamen und wieder gingen, ist das Rezept geblieben. Wahrscheinlich weil es einfach so gut schmeckt.

Haltbare Pasta Zutaten

Orientalische Aromen, Fisch und Pinienkerne

Warum „pasta con le sarde“ so faszinierend ist

Das Gericht schmeckt deutlich nach Fisch. Dafür sorgen Sardinen und Anchovis. Im Original wird die Pasta mit frischen Sardinen zubereitet. Die eingelegten Anchovis dienen als Würzmittel.

Fenchel, Fenchelgrün und Fenchelsaat steuern ein feines Anisaroma bei. Achtet deshalb beim Einkauf darauf, dass eure Fenchelknolle noch viel frisches Fenchelgrün am oberen Ende trägt. Den besonderen Kick geben die eingeweichten Rosinen im Safran-Weinsud. Das Trockenobst schenkt eine intensive Süße, der Safran ist deutlich herauszuschmecken.

Für Röstaromen und Biss sorgen Pinienkerne und das geröstete Weißbrot.

Proviant Fenchel und Zwiebel

Fenchel und Zwiebeln werden in Olivenöl geschmort

Und das waren die Zutaten für zwei:

  • 150 g Bucatini (alternativ Bavette oder dicke Spaghetti)
  • 1/2 Glas Weisswein, 100 ml
  • 2-3 EL Rosinen (oder Sultaninen)
  • 1 TL Safranfäden
  • 1 Dose Ölsardinen, abgetropft
  • 1/2 TL Fenchelsamen (optional)
  • 1 kleinere Fenchelknolle, möglichst mit Grün
  • 1 große weiße Zwiebel
  • 4 EL gutes Olivenöl
  • 3 in Öl eingelegte Anchovis (alternativ Sardellenpaste oder Thai Fischsauce)
  • 1/2 Tasse trockenes Weißbrot, zerbröselt (alt. Panko oder Semmelbrösel)
  • Pfeffer aus Mühle, Meersalz

Optional: Prise Chili Flakes

Pinienkerne und Panko in Pfanne

In Olivenöl geröstetes Brot und Pinienkerne

Hier geht es zur Zubereitung Pasta mit Sardinen: (mehr …)