Tom Yam Gung, scharfe Garnelen-Suppe aus Thailand, traditionell

Endlich dampft Thailands berühmteste Suppe in meiner Kombüse. Die Tom Yam schmeckt säuerlich-erfrischend und ist dabei schweißtreibend scharf. Leider braucht ihr für die Suppe Zutaten, die es hierzulande nur im Asia-Markt oder in guten Feinkostläden gibt. Diese Zutaten können nicht ersetzt werden.

Das ist die schlechte Nachricht. Die gute Nachricht ist, dass die Suppe sehr kalorienarm ist. Willkommen im Januar.

Tom Yam Gung mit XXL Prawns

Wer traut sich? Die scharfe Garnelensuppe Tom Yum Goong

Die scharfe Tom Yam Gung- was sind die Bestandteile?

Die Tom Yam Gung (dt. Schreibweise) hat ein intensives Aroma. Der Name „Tom“, gesprochen „Dhomm“, bedeutet gekocht und meint eigentlich Suppe. „Yam“ heißen in Thailand scharfe Salate, die durch die Kräuter ein typisches Limetten-Aroma erhalten. Diese Zutaten finden sich auch in der Suppe. „Gung“ heißt übersetzt einfach Garnelen.

Am Ende des Rezeptes gibt es Tipps, wie ihr aus lagerfähigem Proviant – ohne die frischen Aromaten- trotzdem eine recht ordentliche Suppe zubereiten könnt. Aber zunächst der Klassiker.

Tom Yum Goong Authentisch Traditionell

Wurzeln, Kräuter, Limettenaroma. Unvergleichlich.

Wie schmeckt eine Tom-Yam Suppe?

Eine gute Tom Yam zeichnet sich durch intensive, in der europäischen Küche unbekannte, fein ausbalancierte Aromen aus. Die säuerliche Komponente steht im Vordergrund. Salzig und ganz wenig Süß runden den Geschmack ab. Ganz wichtig: Die Suppe muss richtig scharf sein.

In Thailand gibt es die Suppe überall. Als schnelle Schale in einer Garküche am Straßenrand, auf den Märkten, in den Häfen, aber auch luxuriös als Hot-Pot am Chao Phraya in Bangkok. Jedes Restaurant und jede Mama hat ihr eigenes Rezept und bereitet sie etwas anders zu. Enttäuschend war die Tom-Yum für mich nur, wenn sie nicht scharf war. In den Touristenzentren hat sie schon mal nach Abwaschwasser geschmeckt.

Für mein heutiges Rezept habe ich keine Birds-Eye-Chili, sondern Chilischoten aus dem Supermarkt verwendet. Die haben es für europäische Gaumen schon ausreichend in sich.

Welche Shrimps für die Tom-Yam?

Die Thais haben ein recht „unverkrampftes“ Verhältnis zu ihren Shrimps und den Garnelenfarmen. Vom umweltschädlichen Aspekt einmal abgesehen, ist der Geschmack dieser Erzeugnisse wirklich nicht gut.

Weniger ist mehr. Statt kleiner TK-Würmchen zweifelhafter Qualität und Herkunft (das Dschungelcamp lässt grüßen) habe ich „Tiger Prawns“ mit Kopf aus Pazifik-Wildfang in Größe 8-12 (steht für Stückzahl pro kg) bekommen. Ein Exemplar wiegt somit um die 100 Gramm. Das ist ordentlich Garnelenfleisch bei wenig Aufwand.

XXL Shrimps für Tom Yam Gung Thaisuppe

Dicke Burschen. XXL Prawns aus Wildfang

Wie entsteht das Aroma der Tom-Yam Suppe?

Die wichtigsten Aromaträger sind das asiatische „Suppengrün“ Trio Infernale: Kaffir-Limettenblätter, Zitronengras und die Galgant-Wurzel. Weitere Zutaten sind Limetten, Koriander und Fischsauce.

In vielen Rezepten spielen Knoblauch und Zwiebeln eine Rolle. Ich habe diesmal darauf verzichtet, weil ich einem traditionellen Rezept folgen wollte. Außerdem befinde ich mich zur Zeit in der Zivilisation. 😉

Und das waren meine Zutaten für zwei große Suppen-Schalen:

  • 4 Garnelen aus Wildfang (am besten mit Kopf und Schale), etwa 400 g
  • 2 Stängel frisches Zitronengras
  • 1 daumengroßes Stück Galgant (frisch)
  • 3-4 Kaffir-Limetten-Blätter (frisch, TK oder getrocknet)
  • 0,7 Liter Krabbenfond (alternativ Wasser oder milde Hühnerbrühe)
  • 1 TL Öl (für den Krabbenfond)
  • frische Chilis (Birds-Eye im Original oder mildere, nach Toleranz)
  • 1 TL Zucker ( Palmzucker im Original )
  • 6-8 frische Champignons, (alternativ Austernpilze, Strohpilze im Original)
  • 2-3 EL Fischsauce (notfalls Salz)
  • Saft von 2 -3 Limetten (nach Größe, alternativ Zitronensaft)
  • Frischer Koriander, gezupft (alternativ Frühlingszwiebelgrün oder Schnittlauch)
  • Optional: 1 EL Nam-Prik-Pao Shrimpspaste (siehe Warenkunde am Schluss)
  • Duftreis als Beilage

Hier geht es zur Zubereitung: (mehr …)

Der Liebster – oder Lieber-nicht-Award? 11 von 33 Fragen, die ich endlich beantworte

Bei mir war längere Zeit Blog-Pause. Das hat zwei Gründe: Für sonnige und schöne Food-Fotos ist das Licht zu schlecht, mal ganz abgesehen davon, dass das Boot im Winterlager in der Halle liegt. Außerdem tut etwas Abstand mal ganz gut. Ein Segel-Rezept gibt es heute nicht.

Schöne Aussichten 2017 Der segel-Koch-Blog Die See kocht

Warten auf besseres Licht. „Die See kocht“ in der Winterpause

Nutze ich die dunkle Zeit, um etwas zu erledigen, was schon viel zu lange liegen geblieben ist. Nein, es ist nicht die Steuererklärung. Das latente Bauchgrummeln ist dennoch ähnlich. Es geht um den sogenannten Liebster-Award.

Was ist der Liebster Award? Wer bekommt ihn?

Dieser „liebste“ Award geistert schon lange durchs Netz. Jeder Blogger ist irgendwann mal dran. Natürlich freut einen die Nominierung: „Toll, ein Award! Was ich mache gefällt, fällt auf, wird gelesen und jemand will mehr erfahren“. Im Prinzip eine sehr gute Sache und alles super. Oder etwa nicht?

Discover new Blogs. Liebster Award für Die See kocht

Nebel des Grauens: Der Liebster Award- ist schon lange auf meiner to-do Liste

Der Liebster Award: Was sind die Regeln?

Beim Liebster Award geht es darum, neue Blogs bekannter zu machen und vorzustellen. Eine schöne Idee, die Spielregeln sind auf den ersten Blick einfach:

Beantworte elf Fragen des Bloggers, der dich nominiert hat. Bedanke dich und verlinke diesen Blog. Nominiere selbst weitere bis zu elf! Blogs, die noch weniger als 200 Follower haben. Stelle diesen Bloggern elf neue Fragen. Klingt einfach, ist es aber nicht.

Prost und Hoch die Tassen. Die See kocht.

Juhu, ich wurde nominiert! Darauf mal anstoßen…

Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Der Liebster-Award ist auch ein Kettenbrief.

Ich wurde in den letzten Jahren dreimal nominiert. Ganz klar, über jede Nominierung habe ich mich gefreut. Trotzdem hat die Sache einen Haken. Die Recherche nach neuen, noch „liebsterlosen“ Blogs gestaltete sich sehr aufwändig. Denn es musste herausgefunden werden:

  • Welcher Blog hat weniger als 200 Follower?
  • Wie wird das überhaupt gezählt?
  • Wo finde ich die Blogs?
  • Wie weiß ich, ob nicht schon längst eine Nominierung vorhanden war?
  • Will derjenige nominiert werden?
  • Wer ist der Ansprechpartner?
  • Oder hat er schon längst anderweitig abgesagt?

Ohne anzufragen wollte ich niemanden nominieren. Über die Erfahrungen mit dem Thema gibt es unter diesem Link bei Simone einen ausführlichen Beitrag. Aus den oben aufgezählten Gründen rekrutiere ich auch nicht neu.

Trotzdem schulde ich den drei lieben Bloggern, die mich in der Vergangenheit nominiert haben, noch die Antwort. Aus ihren insgesamt 33 Fragen habe ich mir die heraus gesucht, die mir am besten gefallen haben, und die für meine Leser interessant sein könnten.

Tischlein deck dich. Die See kocht in Dänemark

Schön: Gleich drei Blogger haben meinen Segel-Food-Blog nominiert

Die erste Nominierung stammt von Nane und Dirk von „ Der letzten Crew“. Auf ihrem Segel-Blog gibt es ebenfalls die Rubrik Bordküche mit Fokus auf  Türkische- und Mittelmeerküche. Die letzte Crew segelt hauptsächlich in der Türkei und Griechenland.

Die zweite Einladung kam von der sympathischen Foodbloggerin Wiltrud. Unter dem Motto „Mmh, Mama kocht…“ betreibt sie ihren Blog „Rambutan, Granatapfel Orangenblüte“. Mit Wili kann man sich wunderbar in den Kommentaren austauschen.

Die dritte Ernennung erhielt ich von Martina von „Elbkind on Tour“. Sie betreibt einen persönlichen Segelblog mit Fokus auf Dänemark. Martina liegt im Nachbarhafen. Über das Bloggen haben wir uns kennengelernt und getroffen, was sowieso immer das beste ist.

Essen und trinken an Bord. Segel-Blog. Die See kocht

Und hier geht es zu meinen 11 Fragen, ganz wild gemischt:
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Kohlrabi-Carpaccio-Rezept, Rohkost Salat, vegan, edel, schnell

Kohlrabi ist ein eher unscheinbares Gemüse. Die meisten kennen die haltbare Knolle noch als klassisches Kohlrabigemüse mit Sahne oder Mehlschwitze. Eine frische und knackige Alternative ist ein leichtes Rohkost-Carpaccio-Rezept, das eine Winter-Version des beliebten Spargel Carpaccio ist.

Bayerisches Kochen an Bord: Kohlrabi-Rohkost-Carpaccio

Kohlrabi Carpaccio mit Sonnenblumenkernen. Knackig, leicht als Vorspeise

Jetzt ist keine Spargelsaison, der preiswerte Kohlrabi ist ein guter Ersatz bis zum nächsten Frühjahr. Kohlrabi schmeckt roh hervorragend. Er hat einen knackigen Biss und lässt sich gut lagern – ein guter und frischer Bord-Proviant. Das Rezept selbst kommt mit wenigen Zutaten aus.

Kohlrabi richtig einkaufen: Mit grünen Blättern

Frisch ist er, wenn die essbaren Blätter noch knackig sind

Wie lange hält sich Kohlrabi, was muss ich beim Einkauf beachten?

Idealerweise kauft ihr Kohlrabi nur dann, wenn die Blätter noch dran sind und diese knackig aussehen. Nach dem Kauf Blätter entfernen, denn sie entziehen der Knolle Feuchtigkeit. Danach hält sich der Kohlrabi lange. In Papier oder in ein feuchtes Tuch eingeschlagen, im Gemüsefach des Kühlschranks, locker zehn Tage oder mehr.

Die Blätter sind essbar und haben einen kräftigen Kohl-Geschmack. Sie enthalten sogar mehr Vitamine als der Kohlrabi selbst. Die Blätter können in einen Eintopf geschnitten werden. Roh verwendet, sorgen kleinere Blätter für grüne Farbtupfer auf dem Teller.

Proviant Segeln und Camping: Kohlrabi

Je größer, desto holziger. Trotz Stückpreis nicht die Größten einkaufen

Die Stärke des Kohlrabi ist auch seine Schwäche:

Die lange Haltbarkeit wird von manchen Händlern ausgenutzt. Sind die Blätter einmal abgedreht, sieht man der Knolle das Alter nicht mehr so einfach an. Im Kühlschrank erscheint der Kohlrabi nahezu unkaputtbar. Meist versteckt er sich solange im Gemüsefach, bis die Lust sinkt, ihn noch zu verbrauchen. Obwohl der Kohlrabi äußerlich noch gut aussieht, kann er innen trocken oder holzig sein. Sein milder feiner Geschmack ist dahin.

Kohlrabi stammt meist aus heimischem Anbau, hat also keine langen Transportwege hinter sich. Positiv auch: Kohlrabi hat nur 27 Kalorien pro 100 Gramm und einen hohen Gehalt an Vitamin C. Mit einer Knolle ist der Tagesbedarf gedeckt.

Einfache Bordküche Kohlrabi Carpaccio von Die See kocht

Zweifach knackig. Der Kohlrabi und die Sonnenblumenkerne

Das Rezept ist simpel, knackig und frisch. Eine leichte und knackige Vorspeise zu einem opulenten Winter-Essen.

Die Zutaten für zwei Teller:

  • 1 mittelgroßer Kohlrabi, mit Blättern
  • 3 EL Olivenöl (oder anderes Öl z.B. Walnuss)
  • 2 EL Zitronensaft oder alternativ Limettensaft (Bio)
  • glatte Petersilie, oder frische Kohlrabi-Blättchen
  • 3 EL Sonnenblumenkerne (alt. Pinienkerne, Walnüsse, Pistazien)
  • Meersalz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 TL Zucker (oder Honig, für nicht Veganer)
  • Abrieb von der Zitronenschale

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