Pasta

Cima di Rapa mit Pasta „Orecchiette“– Original aus Apulien

Für die übervollen und hektischen Tage vor Weihnachten ist dieses schnelle Rezept Stängelkohl „Cima di Rapa“ mit Pasta ideal. Es ist in wenigen Minuten zubereitet. Nur der „Cime di Rapa“ muss noch extra eingekauft werden. Die anderen Zutaten sind sowieso in fast jeder Kühlschranktür oder Kühlbox gebunkert.

Cime di Rapa mit Croutons

Schnelles Rezept mit bitterem Stängelkohl „Cima di Rapa“ und Orecchiette

Stängelkohl mit Orecchiette und Brotwürfeln

Scharf und knusprig: Mit Chili und geröstetem Weissbrot

Wo kaufe ich Cima di Rapa?

Den rustikalen Stängelkohl (lat: Brassica rapa var. cymosa) findet ihr im Herbst und im Winter beim türkischen oder italienischen Gemüsehändler oder auf dem Markt. Cime di rapa (Schreibweise Mehrzahl) wird hauptsächlich in Süditalien angebaut. Die Kohlsorte hat in Apulien und Kampanien eine lange Tradition. Aber auch in der Türkei, Spanien und Portugal ist der Blätterkohl beliebt.

Optisch ähneln die kleinen Blüten des Cime di Rapa dem Brokkoli. Die langstieligen Blätter des Kohlgewächses erinnern an Kohlrabigrün oder Löwenzahn. Stängelkohl gehört wie der Broccoli zur Gruppe der Broccoletto (Broccoliartigen). Geschmacklich unterscheidet er sich erheblich.

Cima di Rapa Bund mit Röschen

In ein Geschirrtuch eingeschlagen bleibt er ein paar Tage frisch

Cima di Rapa – der Geschmack für Fortgeschrittene

Der Rübstiel, wie der blättrige Kohl auch genannt wird, schmeckt viel intensiver als seine biologische Verwandtschaft. Der Kreuzblütler ist auch eng mit Senf und Rettich verwandt. Durch den hohen Senfölgehalt hat Cima di Rapa viel mehr Schärfe und einen intensiven Geschmack mit starker Bitternote. Mich erinnert der Stängelkohl an eine Mischung aus Rucola, rohem Rosenkohl, Wirsing oder Grünkohl. Den bitteren Geschmack muss man mögen. Wer schon mit Rosenkohl seine Probleme hat, wird mit dem Stängelkohl wahrscheinlich nicht glücklich.

Unnützes Wissen: Cime di Rapa wird bei Google Translate als „Top von Rübe“, in der Mehrzahl „Rübenoberteile“ oder „Rübenspitzen“ übersetzt. Im Gegensatz zu der eng verwandten Speiserübe hat der Kohl viele feine Wurzeln und bildet keine Rübe aus. Die einjährige Pflanze investiert ihre Kraft in Blätter und Blüten.

Cima di Rapa – wie lange lagern?

Der Stängelkohl lässt sich gut lagern. Im Ganzen gewaschen und in ein feuchtes Tuch eingeschlagen, bleibt er im Kühlschrank bis zu einer Woche knackig. Wenn die Blätter etwas schlapp geworden sind, lässt er sich gut wiederbeleben. Einfach ein Stück vom Strunk abschneiden und die Pflanze wie eine Blume ins Wasser stellen bis sie wieder knackig ist.

Doch Wahrschau: Wenn die Blüten gelb werden, beginnt er unangenehm zu schmecken. Je kompakter und kleiner die Blütenstände noch sind, desto frischer und milder ist das Aroma.

Cima di Rapa Bluete wird gelb

Wenn die Blüten gelb werden, schmeckt der Kohl unangenehm

Falls ihr den Stängelkohl nicht findet, könnt ihr frische grüne Blätter vom Kohlrabi oder von der Roten Bete verwenden. Die sind nicht nur für Hasen. Wenn ihr dann noch das saisonale Kohlrabi– oder Rote Bete Carpaccio als Salat dazu anrichtet, habt ihr ein wunderbares vegetarisches „Leaf to root“ Essen, sogar völlig ohne Lebensmittelverschwendung.

Alternativ sind auch der italienische Palmkohl (Schwarzkohl), ein paar grüne Wirsingblätter, Grünkohl, Pak Choi oder japanischer Senfspinat als Variante geeignet. Wer es milder mag, schaut mal beim traditionellen Orecchiette mit Blumenkohl Rezept nach.

Cime di Rapa Pasta alle Zutaten

Wenige Zutaten: Im Prinzip Aglio e Olio mit Kohl und Sardellengeschmack

Perfektes Würzmittel: Anchovi ohne Kühlung

Haltbare Anchovis sind perfekt, Sardellenpaste funktioniert aber auch

Die Zutaten für 2 Personen:

  • 200 g-250 g Orecchiette (gekauft oder selbst gemacht)
  • 
1-2 Büschel Cime di Rapa (400 g)
  • 
1 größere Knoblauchzehe
  • 2-3 Sardellenfilets (ersatzweise Sardellenpaste)
  • 1-2 frische rote Chili, nach Geschmack (oder Chili Flakes)
  • 1/2 Zitrone (optional)
  • Olivenöl
  • Frischer schwarzer Pfeffer
  • Meersalz

Optional:

  • altbackenes Weissbrot
  • frischer Parmesan

Hier geht es zur schnellen Zubereitung: (mehr …)

Rosenkohl Pasta mit Walnuss-Käsesauce: Hello Snow! Der Winter kann kommen

Weil es jetzt endlich kalt geworden ist, gibt es neben dem schnellen „Pasta mit Rosenkohl“ Rezept heute Werbung* für die schönsten Seiten des Winters: „Hello Snow“ ist nicht nur ein Winterkochbuch, sondern ein Rundum-Sorglos-Paket für die Vorweihnachtszeit.

Die See kocht aus Hello Snow: Rosenkohl Pasta

Winterlich durch den Advent: Pasta mit Käse Sahne und Rosenkohl

Dass ein Pasta-Rezept aus „Hello Snow“ in meiner Kombüse Platz findet, liegt an seiner Einfachheit und der Saisonalität: Nüsse und Rosenkohl. Dazu gebunkerte Nudeln, Blauschimmelkäse, Zwiebeln, Knoblauch.

Winter Pasta mit Walnuss Rosenkohl Käsesahne

Endlich ist wieder Rosenkohl und Sahnesaucen–Saison

Hello Snow! Der erste Schnee kann kommen

Im Buch zelebrieren die drei Autorinnen Julia, Saskia und Vera die Sehnsucht nach weißer Weihnacht. Es finden sich Rezepte für Plätzchen, Punsch und Spezialitäten vom Weihnachtsmarkt. Aber auch viel Herzhaftes ist dabei: Klassiker wie Weihnachtsgans, Eintöpfe und Ofengerichte. Die Zutaten sind alle saisonal: Wurzeln, Bete, Nüsse, Äpfel, Kohl.

Saskia von dem liebevollen und schönen Food-Blog „Dees Küche“ ist zusätzlich Ernährungsberaterin. Sie entwickelt Rezepte, die funktionieren. Julia Cawley hat nicht nur das Essen fotografiert, sondern auch wunderschöne Bilder aus Lappland mitgebracht, die sie bei minus 20 Grad geschossen hat. Zusammen mit den schönen Texten und der Gestaltung höre ich schon beim Umblättern den Schnee knirschen und fühle meine Wangen vor einem Kachelofen glühen.

*„Hello Snow“ ist im Thorbecke Verlag erschienen. Der Verlag hat mir ein Rezessions-Exemplar zur Verfügung gestellt.

Das saisonale Rezept für die Rosenkohl-Pasta mit Blauschimmelkäse habe ich mir herausgepickt, weil es so schön winterlich aussieht. Ausserdem hat Rosenkohl endlich wieder Saison, frische Walnüsse jetzt auch. Die anderen Zutaten habe ich sowieso meist gebunkert. Obwohl ich kein großer Fan von Sahnesaucen bin, hat es mir hervorragend geschmeckt. Blauschimmelkäse und Nüsse sind eine gute Kombination, Sahnesaucen machen den Captain glücklich.

Roquefort und Weinbergkaese

Bei meiner Variante: Den kräftigen Roquefort sparsam dosieren oder mischen

Rosenkohl Roquefort Walnuss Pasta

Und das waren die Zutaten für zwei:

  • 200 g Rosenkohl (frisch)
  • Salz
  • 200 g Pasta (z.B. Linguine, Bavette, Spaghetti)
  • 1 weiße Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 EL Butter (oder Butterschmalz)
  • 100 ml Brühe (z.B. aus Kalbs- oder Rinderfond)
  • 125 ml Sahne (oder H-Kochsahne)
  • 100 g Blauschimmelkäse (wie Roquefort, Gorgonzola, Danablue)
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 2-3 EL frisch gehackte Walnüsse

Tipp: Saskia listet in ihrem Rezept den milden Gorgonzola auf. Ich habe kräftigen Roquefort verwendet. Da dieser viel strenger ist, habe ich ihn zusätzlich mit Weinbergkäse gemischt. Aber auch Danablue oder andere Blauschimmelkäse schmecken. Je nach verwendeter Sorte, vorsichtig salzen.

Winterliche Rosenkohl Kaese Pasta seitlich

Die Pasta ist schnell fertig: Der Rosenkohl bleibt knackig

Hier geht es zur Zubereitung:
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