Jetzt beißen sie wie verrückt: Die Heringe an der Schlei

Schlei Heringe auf der Lotseninsel auf Segeln, kochen und Meer

Die Heringssaison in Schleimünde ist in vollem Gange

Von März bis Mai ist Heringssaison an der Schlei. Wenn im Frühjahr die Ostsee langsam wieder wärmer wird, vermehrt sich auch das Plankton wieder. Die Heringe finden jetzt jede Menge Nahrung, um sich vom kalten Winter zu erholen. Sie ziehen in großen Schwärmen in die Schleimündung, um sich satt zu fressen und zu ihren Laichplätzen zu ziehen. Hier werden sie dann von unzähligen Anglern schon freudig erwartet. Der Frühjahrshering ist fettreich – sein Fettanteil kann bis zu 18 Prozent betragen. Vielleicht schmeckt er deshalb so gut.

Die Saison ist zwar schon fast vorbei, doch am Wochenende haben sie aktuell in Schleimünde noch gebissen wie verrückt. Und gerade durch die variantenreiche Weiterverarbeitung der Heringe ist die Schleiregion jetzt eine besondere Reise wert.

Der Hering schmeckt am besten frisch gebraten in Roggenschrot gewendet, aber auch eingelegt als Bismarck – oder Salzhering, Rollmops und natürlich auch als Matjes. An der Schlei gibt es die Heringe jetzt in fast jedem Gasthaus auf der Karte. Leider war auf der Lotseninsel in Schleimünde die legendäre „Giftbude“ noch nicht wieder geöffnet. Die Renovierungsarbeiten sind zwar in vollem Gange, aber noch nicht abgeschlossen. Nähere Infos zu diesem wunderschönen Hafen und das Projekt Lotseninsel gibt es hier.

Nachtrag 2017: Die Giftbude ist mittlerweile renoviert und seit 2015 wieder eröffnet. Die neue Saison startet im Mai 2017.

Und hier haben wir Hering gut gegessen:

Einen guten Eindruck hat auch das wiedereröffnete traditionsreiche „Alte Fährhaus in Fahrdorf“ gemacht. Es wird bereits seit 1692 als Gasthof betrieben, hat neue Pächter vom Bodensee und eine neue Terrasse mit schönem Blick auf das Wasser und Schleswig. Das Beste aber ist der eigene Bootssteg zum Anlegen. (Tiefgang max.1,5 m je nach Wetterlage, besser vorher anrufen) Schneller geht es kaum zum Hering.

Hering Schlei Segeln Kombüse

Abendstimmung am alten Fährhaus mit Blick auf Schleswig

Ebenfalls sehr zu empfehlen ist das Restaurant „Odins Haddeby“ mit schönem Schleiblick und seiner regionalen und saisonalen Frischeküche. Es hat einen schönen Biergarten, Restaurant mit Kamin, Brasserie mit offener Küche. Der Küchenchef legt Wert auf erstklassige regionale Produkte wie fangfrischen Schleifisch, Galloway-Rind, Edelpilze und Rohmilchkäse.

Segler legen gleich nebenan in der Marina Haddeby an. (Tiefgang ab 1,6 m )