einkochen

Paprika einlegen – als Antipasti Rezept, geröstet ohne Haut

Wie kann ich eine größere Menge frische Paprika haltbar machen? Die Frage stellt sich im August, mit der beginnenden Paprika Saison. Selbstversorger oder Langfahrtsegler, sind jetzt auf der Suche nach einem schönen Rezept, um frische Paprika haltbar zu machen. Eine Idee für eingelegte Paprika als Antipasti musste auch für mich und meine Bordküche her.

Paprika eingelegt Rezept Antipasti von Die See kocht

Im August beginnt die offizielle Paprika Saison

Frische Paprika einlegen oder einkochen? Mit welcher Methode?

Kürzlich wurde ich mit einem Berg frischer Paprika konfrontiert. Anlass war eine Einladung zu einem Blogger-Event unter dem Motto „Zeit für Paprika“. Dies ist eine EU-Initiative zur Information über die europäische Paprika. An dem Abend ging um die Vielfalt, die Sorten und um kreative Ideen für Zubereitungen mit frischer Paprika.

Paprika Saison beginnt ab August

Berge von rohen Paprika auf dem Blogger Event

Blogger Transparenz: Im Goodie Bag befanden sich nicht die üblichen Verdächtigen, sondern gut zwei Kilogramm gemischte Paprika für zu Hause. Rote und gelbe Schoten, längliche Spitzpaprika, süße Snackpaprika und eine tolle aromatische Neuzüchtung, die „Enjoya“ Tigerpaprika. Lediglich eine grüne Schote war dabei. Zum Glück.

Unnützes Wissen: Grüne Schoten sind immer unreife Schoten. Sie können mit Glück noch etwas Farbe annehmen. Allerdings gelingt das nur, wenn zum Erntezeitpunkt der Reifeprozess bereits begonnen hat. Ähnlich wie Tomaten muss das Nachtschattengewächs zum Nachreifen (in Papier) für einige Tage dunkel aufbewahrt werden. Mit Glück bleibt die Paprika dabei knackig und verfärbt sich. Die sicherste Methode, um grüne Paprika nachreifen zu lassen: Nicht ernten, sondern an der Pflanze hängen lassen.

Paprika halten sich im Gemüsefach des Kühlschranks überraschend lange. Auch auf dem Schiff bleiben sie, kühl und dunkel und in Papier gelagert, recht lange frisch.

Paprika aus Goodie Bag für Anti Pasti

Nach einigen Tagen sind sie noch knackig, eine Idee musste schnell her

Bei dem Event habe ich erfahren, dass ein durchschnittlicher deutscher Haushalt jährlich sechs Kilogramm des Gemüses verzehrt. Ich habe mal nachgerechnet und glaube, dass es bei uns deutlich weniger ist. Außer bei meinem Greek Panzarella Brotsalat oder beim Chili sin Carne verwende ich die Schote selten.

Paprika enthalten mehr Vitamin C als jedes anderes Gemüse

Trotzdem ist mir eins aufgefallen. Wenn ich einen Kater habe, und ich meine dann nicht nur ein leichtes Miauen, sondern einen richtig ausgewachsenen, „nie wieder“ Kater, dann schreit Kopf und Körper geradezu nach frischer Paprika. Schon beim reinbeißen, sehe ich die Vitamine spritzen.

Und es stimmt. Es gibt kaum ein Gemüse, das mehr Vitamin-C enthält als die rote Paprika. Ich vermute, der Körper fordert in diesem Zustand frische Kost und Vitamine zurück. Es muss also nicht immer Aspirin-C sein.

Aber in Paprika steckt noch viel mehr

Neben den 150 mg Vitamin C pro 100 g in der roten Schote, enthält Paprika auch die Vitamine E, B1, B2 und A. Paprika hilft, täglich wesentliche Mineralstoffe wie Kalzium, Natrium und Eisen einzunehmen. Die süße Spitzpaprika enthält viel Folsäure.

Es ist also immer gut auf seinen Körper zu hören. Trotzdem brauchte ich eine Idee für die vielen Paprikaschoten aus dem Goodie Bag.

Paprika haltbar machen: Eingelegt als Anti-Pasti

Das Netz ist wie immer übervoll mit Rezepten für eingelegte Paprika. Von roh eingelegten, sauren Mixed Pickles mit Haut, bis hin zu gerösteten und in Öl eingelegten Varianten ohne Haut. Erstere sind mir zu sauer. Die öligen Varianten sind mir zu mächtig. Mal ganz abgesehen von dem vielen Öl, das früher oder später auf den Polstern oder im Cockpit landet.

Ein Kompromiss zwischen Essig- und Ölmenge musste gefunden werden. Nach einiger Recherche und Storechecks (also beim Einkaufen) bin ich bei Genussbereit.blogspot.de auf ein älteres Rezept gestoßen, das sich gut las und von der Zutatenliste einem klassischen italienischem Produkt aus dem Handel ähnelte. Ein paar Zutaten habe ich ausgetauscht und ergänzt. Und fertig war mein Rezept.

Die See kocht Antipasti mit eingelegter Paprika

Die Zutaten für zwei bis drei gefüllte „Bonne Maman“ Glaser

  • 1 kg rote oder gelbe Paprika, gemischt oder mehr
  • 500 ml Wasser
  • 150 ml Tafelessig
  • 2 gestr. EL Zucker
  • 1 gestr. EL Salz
  • 1 EL schwarze Pfefferkörner
  • 1 EL Koriandersaat (oder Fenchelsaat, optional)
  • ½ kleine Fenchelknolle (optional)
  • 1 kleine Möhre
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 2-3 kleine rote Chilis, frisch (optional)
  • Estragonzweige (optional oder andere Kräuter, z.B. Thymian)
  • 4 EL gutes Olivenöl

Anmerkung: Die Mengenangaben sind circa Angaben für das Verhältnis von Säure zu Süße. Wer mag, kann einen Teil des Essigs durch milderen Balsamico ersetzen. Zusätzliches Gemüse kann variiert werden.

Hier geht es zur Zubereitung:

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Cranberry – a.k.a. Moosbeer-Sirup, DIY einfach selbstgemacht

Zur Adventszeit habe ich ein Rezept für tiefroten Cranberry-Sirup im Gepäck. Der herbe Trunk eignet sich für alle, denen es vor billigem Glühwein graut. Da die Winter nicht mehr das sind, was sie mal waren, warum nicht gleich ein eisgekühler Cocktail, gemixt mit Cranberry Saft?

Cranberry Sirup selbstgemacht Kochen an Bord

Statt Glühwein: Cranberry Sirup selbstgemacht für Gin and Cranberry. Skål

Der feinherbe Geschmack der Cranberries passt hervorragend zu Gin oder Vodka. Aufgefüllt wird  mit Limettensaft als Gin Fizz, mit Tonic Water oder pur mit Soda zum detoxen. 😉

Cranberry Gin and Tonic Rezept

Auch als Saft soll er gesund sein. DIY Cranberry Juice

Cranberry, Moosbeere oder große Moosbeere – Was sind die Unterschiede?

Ich habe ein regionales Produkt eingekauft, das ich mir genauer angesehen habe. Meine Beeren vom REWE stammen laut Etikett aus der Lüneburger Heide. Als Absender ist die Moosbeerhütte angeben.

Cranberries gekocht für Sirup

Jetzt endet die Ernte: Cranberries aus der Lüneburger Heide

Die Erzeuger bezeichnen ihre Produkte als „großfrüchtige Moosbeere“ (Vaccinium Macrocarpon). Manchmal werden die roten Beeren auch Kranbeere genannt. Unnützes Wissen: Der Name wird von der Blüte der Cranberry abgeleitet. Denn sie ähnelt der Kopfform eines Kranichs. (eng.= Crane). Moosbeeren klingen für die Vermarktung weniger hip, als die beliebten „Cranberries“ aus den USA, die an Thanksgiving nicht fehlen dürfen.

Die echte „gewöhnliche“ Moosbeere (Vaccinium Oxycoccus) ist hierzulande sehr selten. Sie ist weniger robust als die harte Cranberry. Echte Moosbeeren finden sich eher im Baltikum oder in Skandinavien. Es gibt dort im Norden noch viele Unterarten.

All diese Beeren, also auch Heidelbeeren und Preiselbeeren, gehören zu den Heidekrautgewächsen und gelten als sehr gesund. Roh können Cranberries und Moosbeeren nicht verzehrt werden, denn sie schmecken extrem herb und sauer.

Cranberry oder Moosbeeren Sirup Rezept selbstgemacht

Moderat gezuckert. Weihnachten wird süß genug

Wann werden Cranberries geerntet?

Die Erntezeit in der Lüneburger Heide beginnt Ende September und dauert, ähnlich wie in den USA, etwa sechs bis acht Wochen. Geerntet wird hier erst, wenn die Früchte tiefrot und ausgereift sind. Zum Vergleich habe ich auch Beeren aus den USA begutachtet. Ich fand diese viel härter, teilweise sind sie noch heller.

Mit den deutschen Beeren habe ich also ein saisonales, regionales Produkt erworben, das keine langen Transportwege hinter sich hat. So sollte es sein.

Cranbeery oder Moosbeere Unterschiede

Cranberries (großfrüchtige Moosbeeren) riechen nach Torf und Wald

Schon beim Öffnen der Packung verströmen die Beeren einen erdigen Geruch, der an Herbstspaziergänge im Moor erinnert. Dieser Duft intensiviert sich beim Einkochen. Das macht mir spontan Lust auf Wildgerichte. Heute geht es zunächst nur um den Saft.

An Zutaten für eine kleine Flasche braucht ihr:

  • 1 Paket frische Cranberries (200 g-250 g)
  • 4 EL Zucker (alternativ Honig)
  • 300 ml Wasser oder mehr
  • Saft einer halben Limette (optional)

Und so einfach ist die Zubereitung des Safts:

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