Alpen-Makkaroni als One-Pot–Pasta. Wer hat`s erfunden?

Wenn ich allgemeinen Food-Trends Glauben schenken würde, dürfte es das heutige Rezept nicht geben. Superfood-Experten zufolge müsste das Alpen-Makkaroni Rezept eines der gefährlichsten Gerichte der Welt sein.

Die One-Pot-Pasta enthält viele Kalorien, Laktose, ganz sicher Gluten und sogar Cholesterin. Dabei ist das Rezept durch die natürlichen Zutaten und die Zubereitungsart ein wahrer Genuss.

Alpenmakkaroni mit Käse und Zwiebeln

Nur böse Sachen? Kohlehydrate, Fett, Weizenmehl. Aber es schmeckt.

Welche Zutaten enthalten die Schweizer Älpler-Magronen?

Die Schweizer Erfindung entstand vor langer Zeit. Damals haben Menschen noch gegessen um satt zu werden. Heute haben die meisten diesen Riesenhunger nach einem langen Ski- oder einem kalten Segeltag. Perfekt für den Winterausklang.

Das Rezept kommt mit wenigen Basis-Zutaten aus. Wenn es nicht die Schweizer Senner erfunden hätten, könnte es auch ein findiger Smutje gewesen sein.

Die See kocht: Rezept Alpen Makkaroni One Pot

Spart Abwasch: Ein echtes One-Pot-Essen

Älpler Magronen – Die Schweizer haben es erfunden.

Die Küche der Almhirten war eine Arme-Leute-Küche. So haben die Älpler Magronen eine schöne Geschichte. Die Teigwaren kamen – zu Zeiten des Gotthardtunnelbaus – mit den Arbeitern aus Italien in die Schweiz.

Auf den Almen wurde die haltbare Pasta schnell beliebt, da sie im Vergleich zu ihrem Gewicht einen hohen Nährwert lieferte. Damals mussten Lebensmittel noch auf dem Rücken die Berge hinaufgetragen werden.

Die weiteren Zutaten Käse, Rahm und Butter haben die Senner und Sennerinnen selbst produziert. Die Nudeln wurden mit Kartoffeln gestreckt, weil diese billiger waren. Ein paar haltbare Zwiebeln als Würzmittel fanden sich immer. Das war es schon. Die deftige Mahlzeit wurde in einem Kessel über offenem Feuer gegart.

Dass dieser Schweizer Ur-One-Pot jetzt in die Kombüse einzieht, ist kein Wunder. All diese Zutaten finden sich in der Proviantkiste. An Geschirr braucht ihr nur einen Topf oder eine hohe Pfanne. Die Pasta wird direkt aus der Pfanne gegabelt und gekratzt. Da sie so gut schmeckt, entfällt beinahe der Abwasch. 😉

Und um noch mal auf die „Gefährlichkeit“ der Zutaten zurückzukommen. Da alle verwendeten Zutaten natürliche Produkte sind, kann und will ich nicht glauben, dass so was ungesund ist. Wie immer macht die Dosis das Gift

Die See kocht: Alpen-Makaroni in der Kombüse

Nur gute Zutaten: Die Küche der Senner

Und das waren die Zutaten für zwei Personen:

  • 2 große Tassen Makkaroni, ungekocht (oder andere Röhrennudeln)
  • 2-3 mittlere Kartoffeln (vorw. festkochend)
  • 100 ml Sahne (H-Kochsahne)
  • 3-4 Zwiebeln oder Schalotten
  • 2 EL Butter
  • Gemüsebrühe, aufgelöst, etwa 700 ml (alt. Fleischbrühe)
  • 1 Stück kräftiger Bergkäse
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle

Bei diesem One-Pot könnt ihr fast nichts falsch machen. Außer ihr lasst ihn anbrennen.

Tipp: Wenn die Makkaroni eine kurze Garzeit von nur sieben bis acht Minuten haben, müsst ihr die Kartoffeln vorkochen, sonst werden sie nicht richtig gar. Oder ihr nehmt Kartoffeln vom Vortag.

Bordküche: Kartoffeln für Alpenmakaroni

Die Kartoffeln klein schneiden, sonst werden sie nicht gar

Hier geht es zur Zubereitung:

Die Zwiebeln in Ringe schneiden. Die Kartoffeln würfeln (etwa 1 cm). Je kleiner die Würfel sind, desto schneller garen sie. Brühe in heißem Wasser auflösen und beiseite stellen.

Jetzt beginnt der wichtigste Teil der Zubereitung. Die Zwiebeln langsam in Butter richtig dunkelbraun schmoren. Damit nichts verbrennt, sollte die Hitze niedrig sein. Hier braucht ihr Geduld und Disziplin. Naschkatzen (so wie ich) braten besser gleich eine Zwiebel mehr mit. So lange braten, bis sich dunkle (nicht schwarze) Röstaromen gebildet haben.

Ein Drittel der Röst-Zwiebeln beiseite legen.

Die Kartoffelwürfel in den Topf geben und kurz mitschwenken. Makkaroni dazugeben und mit der Brühe auffüllen, bis alles mit Flüssigkeit bedeckt ist. Trotzdem, wie bei jedem One-Pot-Gericht, lieber mit weniger Flüssigkeit anfangen und bei Bedarf nachgießen.

Alles sanft garen, oft umrühren und aufpassen, dass nichts anbrennt. Nicht vergessen, die Röstaromen mit dem Holzlöffel vom Pfannenboden zu schaben.

Der Trick an der One-Pot Zubereitung ist, dass die Nudeln in der Zwiebel-Brühe und nicht in Wasser kochen. Wenn die Nudeln beinahe gar sind (also die Flüssigkeit fast aufgesogen ist), die Sahne dazugeben und noch für zwei Minuten weiter garen. Den geriebenen Käse unter die Nudeln heben und gut umrühren. Noch etwas schmelzen lassen und mit den beiseite gestellten Zwiebelwürfeln bestreuen, pfeffern und salzen. Sofort servieren.

Werkzeuge: Topf, Messer, Brett, Holzlöffel

Bordküche: Alpenmakkaroni mit Käse und Zwiebeln

Alpen Makkaroni mit geriebenem Käse, sehr herzhafte Kombüsenküche

So lecker. Die Fastenzeit beginnt am Mittwoch. 😉 Gefunden habe ich das Rezept bei Pinterest. Es stammt von dem fabelhaften Blog S-Küche.

Traditionelle Beilage ist Apfelmus. Variante für Fleischesser: Schinken, Speck oder Cervelatwurst mitbraten.

Segel-rezept: Alpenmakkaroni

9 Kommentare

  1. Liebe Cornelia.-Das mach‘ ich mir, wenn der Chefkoch weg ist nächste Woche !!!! Es sieht herrlich schlotzig aus, und ICH BIN NICHT am Fasten. Es sieht köstlich aus, und ich habe alle Zutaten hier. L.G. Vom “ Küchenpersonal“ HMMM…😉

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  2. „Und um noch mal auf die „Gefährlichkeit“ der Zutaten zurückzukommen. Da alle verwendeten Zutaten natürliche Produkte sind, kann und will ich nicht glauben, dass so was ungesund ist. Wie immer macht die Dosis das Gift“

    Danke. Ich wollte schon einen Entsetzensschrei beim Einleitungssatz loslassen. Wirklich vielen Dank dafür.
    Wie sagt ein mir lieber Mensch?! „… die haben doch alle einen an der Food-Waffel!“
    Gutes Rezept. Bissel üppig für die Tropen …

    Gefällt 1 Person

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