Wenn jetzt Angrillen wär. Die Top 5 Grillplätze der Dänischen Südsee

    Typisch Dänemark: freie Picknick-Tische. Wer suchet, der findet.

Typisch Dänemark: freie Tische. Wer suchet, der findet.

Ich gehöre zu den Leuten, die schon in der Mittsommernacht denken „ Es geht bergab, der Sommer ist praktisch gelaufen“. Im Gegenzug dazu freue ich mich aber auch schon ab dem 22. Dezember darauf, dass es wieder bergauf geht. Und besser noch: ich zähle sogar schon Anfang Dezember die Tage, obwohl der Winter offiziell noch nicht mal angefangen hat.

Der Mai ist mein Lieblingsmonat und aufgrund meiner Vorfreude, möchte ich heute ein bisschen Lust auf meine Top 5 BBQ Plätze in der dänischen Südsee machen. Mit Picknickplätzen meine ich nicht die Häfen allgemein, sondern diese wunderbaren Garnituren, die netterweise an den zauberhaftesten Plätzen herumstehen und nur darauf warten, von mir in Beschlag genommen zu werden.

Viele Fotos, Rezepte und Ideen sind an diesen Tischen entstanden. Meine persönlichen Top 5 Lieblings-Holzbanke, dän. „Bord & Bænkesæt“ möchte ich hier vorstellen.

Die Auswahl ist subjektiv, total parteiisch und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Und wer auch im Winter grillen will: Barbeque Rezepte und BBQ-Tipps gibt es hier.

Platz 5: Lyø, perfekt für Südsee Einsteiger

Auf dieser kleinen Vorzeigeinsel gibt es einige Grillplätze direkt am Hafengebäude, aber auch noch ein paar versteckte Picknickbänke in östlicher Richtung. Hier könnt ihr die Füße im weißen Sand ausstrecken oder gut windgeschützt auf das Wasser blicken. Oder vielleicht vorher noch eine Runde mit dem I-SUP drehen. Die Plätzchen sind jedenfalls bestens geeignet, um dem Trubel im meist vollen Hafen zu entkommen. Mehr über das schöne Lyø gibt es auch hier.

Platz 4: Bågø, ganz nah am Robinson Feeling

Wer die Segler-Legebatterie, sprich den engen Hafen verlässt, findet auch hier sein Traumplätzchen. Der Tisch steht westlich des Hafens, direkt im weißen Sand, nur etwa 3 Meter vom Wasser entfernt. Dazu gibt es All-Inklusive: Meeresrauschen, Blick auf den Leuchtturm und weißen Sand zwischen den Zehen. Wenn man Glück hat, kommt abends noch ein Tümmler vorbei. Es gibt in der Nähe noch zwei, drei weitere Picknick-Bänke, die sind aber weit genug entfernt, um die Exklusivität des Platzes zu wahren.

Mein Tipp: da dänische Familien früh essen, gibt es ab 21.00 Uhr gute Chancen genau dieses Plätzchen zu erobern. Einen ausführlichen Bericht über Bågø gibt es auch hier.

Platz 3: Avernakø – Die klare Schönheit

Ein dem neu erweiterten Hafen wurden auf breiten Stegen zusätzliche Plattformen geschaffen. An diesem Platz gefällt mir vor allem die Klarheit: Gerade Linien, freier Blick und sonst nichts, was das Auge stören könnte. Man sitzt hier direkt am Wasser und hat kurze Wege zu seinem Boot. Wer mag, kann auch gleich Schwimmen gehen. Treppen führen von den Stegen direkt ins Wasser.

Falls der Wind doch einmal stärker wehen sollte, gibt es noch ausreichend windgeschützte Grillplätze hinter den Hecken. Ansonsten: Eine gepflegte neue Marina, viel Platz, Leihfahrräder, WLAN. Mehr Hafen-Infos direkt hier.

Ist dir dieser Platz zu kahl? Hier geht es gemütlicher weiter:

Platz 2: Mjelsvig, gut behütet im Maul des Dinosauriers

Mjelsvig ist der kleine beschauliche Nachbarhafen der Dyvig und wohl der ewige Geheimtipp. Während es in der Dyvig richtig voll werden kann, bleibt es in Mjelsvig immer schön friedlich und familiär. Die Bucht ist wie ein Binnensee und liegt sehr windgeschützt. Orientierungstipp auf der Seekarte: Mjels liegt im Rachen des Dinosauriers (sprich: der Insel Als), gleich hinter dem Zäpfchen. Auch in der Hochsaison ist hier fast immer noch ein Plätzchen frei.

Die Ansteuerung nach Mjels erfordert etwas Aufmerksamkeit, ist aber dank guter Betonnung ganz einfach. In Mjels steht meine Lieblings-Picknickbank direkt auf dem Steg, nur etwa zwei Meter von meinem Bugkorb entfernt. Auf dem Beton-Steg darf gegrillt werden, solange sich niemand daran stört. Es gibt außerdem noch viele andere feste Grillplätze. Auf der Wiese oder geschützt auf der Terrasse. Und falls das Wetter doch mal richtig schlecht ist, kann man auch im schönen Gästehaus essen.

Die Sanitäranlagen sind 1A und sehr gepflegt. Im Gegensatz zu den anderen Plätzen ist Mjels auch gut mit dem Auto über Sønderborg oder die Ballebro-Fähre zu erreichen. Fahrzeit etwa 2 Stunden ab Hamburg. Mehr Infos über die Mjelsvig gibt es hier.

Platz 1.No-Næmø, stellvertretend für 1000 andere schöne Plätze

Nach dieser Insel sehne ich mich oft, wenn ich anderswo mal wieder im 3er Päckchen liegen muss. Hier kommt echtes Robinsonfeeling auf. Schon die kurze Überfahrt versetzt mich in einen tiefenentspannten Modus. Nur noch am Steg festmachen und schon ist die Reset-Taste gedrückt.

Falls Arla’s Kærgården doch existieren sollte, dann wäre er sicher hier. Es ist ruhig und auf stille Art geheimnisvoll. Subjektiv betrachtet, scheint hier der Mond heller, ist das Wasser klarer und die Sonnenuntergänge sind romantischer.

Mein Lieblingstisch steht direkt am Wasser. Nicht im Sand, sondern auf einer kleinen Wiese mit Blick auf die Boote. Feste Grills gibt es hier nicht, also muss der Tragbare wieder ran. Was es sonst noch gibt: ein paar Kühe, einsame lange Sandstrände, einen freien Blick und das war’s.

Nur ganz wenig andere Segler kommen hierher. Denn hier gibt es auch keine Dusche, keine geteerte Straße, keine Kneipe, kein Dorf, keinen Hafenkiosk und auch kein Hafenkino.

Warnhinweis: Das Anlegen kann ab 1,50m Tiefgang kritisch werden, selbst unser kleines Boot hat hier schon aufgesetzt, bzw. wir haben schon aufgesetzt. Bei Westwind und Niedrigwasser wird es noch schwieriger (Legerwall) und man liegt zudem sehr unruhig. Ich würde dann empfehlen in der Bucht zu ankern, was viele generell vorziehen.

Falls einer No-Næmø wiedererkannt hat: Der Kenner schweigt und genießt. Plätze wie diesen gibt es unzählige an der Ostsee. Ich hoffe, es bleibt hier noch lange so schön.

4 Kommentare

  1. Hallo,liebe Cornelia,mein Kommentar zum heutigen Beitrag ist-Oh Wunder- unter „Saisonales“ gerutscht,obwohl ich unter den tollen Grillplätzen geantwortet habe.Schau doch da mal nach.Grüsse von Johannes F.G.

    Gefällt mir

  2. Hach… Wenn bloß Eure Saison nicht so kurz wäre! Und so schweinekalt und alles so ölzeugpflichtig!!

    Nein, nein – ich habe kein Heimweh nach der Ostsee, aber schee isses doch!
    Hier rückt Thailand näher, kulinarisch.

    Übrigens: es gibt ein Leben jenseits der Südsee! Weiter nordöstlich… Oder auch stracks nach Norden.
    Nochmal: hach!

    Gefällt mir

    1. Hallo Andrea, wenn ihr jetzt nach Thailand kommt, werde ich gerade richtig neidisch. Vor allem wenn es an Koh Ngai/Koh Hai oder Koh Rok und den ganzen anderen Felseninseln vorbeigeht.
      Und es stimmt, die Saison im Norden ist viel zu kurz. Aber wenn, dann ist es richtig schön. Vor allem die langen Tage und die kurzen Nächte.
      Lass mal kulinarisch was aus Thailand auf „blauwasserküche“ von dir hören.

      Gefällt mir

Ich freue mich über Kommentare und Anregungen hier!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s