Ærø – Zurecht einer der „1000 Places to see before you die“

„Must see“ Listen abzuarbeiten ist sicher so eine Sache. Aber auch ohne Liste ist Ærøskøbing und die Insel Ærø immer eine Reise wert. Und noch schöner ist es, an einen so magischen Ort selbst segeln zu können. Die Entschleunigung fängt schon bei der Fahrt durch die dänische Südsee an, und beginnt spätestens mit dem Einlaufen in den Hafen – jedenfalls solange einem die Fähre nicht in die Quere kommt.

Törnziel Segeln Dänische Südsee

Grün-Weiß…Fähre so’n Scheiss

Die Hochsaison ist zum Glück vorbei – eine ganze Reihe leerer Boxen mit Blick auf die weltberühmten Badehäuschen haben uns erwartet. Was die Insel so charmant macht: Die Mischung aus Style, Geschichte, Kunst, Natur, Ruhe und einer guten Infrastruktur für Segler. Praktisch auch: Direkt neben der perfekt ausgestatteten Marina liegt ein gut sortierter Netto Supermarkt, der mit seinem unsäglichen deutschen Ableger glücklicherweise nur den Namen gemeinsam hat. Hier kann man frischen Proviant aufstocken.

Segeln Törnziel kulinarisch

Teilen ausdrücklich erwünscht. Die Tourismusbehörde ist auf Zack

Ærøskøbing gilt als der schönste Ort der Insel. Über 400 Jahre alte Häuser, Kopfsteinpflaster und kaum Verkehr. Ein Städtchen, wie aus einer anderen Zeit gefallen. Aber auch viel Neues passiert hier. Zum Glück, denn Ærø hat leider immer noch mit Bevölkerungsrückgang zu kämpfen. Die sehr informative und gut gemachte Website über Ærø behauptet selbstbewußt: „Nichts kann Ærø das Wasser reichen“. Recht hat sie.

Da es hier in dem Blog hauptsächlich ums Essen und Trinken gehen soll, möchte ich insbesondere den „Gamle Købmandsgaard“, den neu renovierten alten Kaufmannsladen erwähnen. Der liebevoll gestylte Laden vermarktet ausschließlich lokale Produkte wie Fleisch, Honig, Bier, aber auch schöne Küchen-Souvenirs. Alle Produkte sind mit einem „How local is it“ Stempel versehen, der die Kilometer angibt, die das Produkt gereist ist, um in die Regale zu kommen. Absolut sehens- und unterstützenswert. Unter diesem Link findet ihr weitere Informationen.

Kulinarische Entdeckungen auf der Insel

In Ærøskøbing gibt es auch jede Menge idyllischer Restaurants, wie z.B. das Mumm oder Addis, beide mit lauschigem Garten. Da wir nicht alles durchprobieren konnten, könnt ihr euch auf der sehr gut gemachten Website selbst ein Bild verschaffen. Hier findet ihr alle Adressen und Infos.

Erwähnenswert finde ich auch die Ærørøgeri,  die im alten Handelshafen liegt. Auf den ersten Blick sieht die Räucherei zwar nur wie eine ganz normale Imbissbude aus, ihr findet dort aber unzählige Varianten an Räucherfisch – alles auch zum Mitnehmen zu moderaten Preisen.

Wir haben uns dort geräucherten Lachs, Makrele, Butterfisch und Heilbutt gekauft, um diese bei einem Picknick am Strand – mit Blick auf die schönen Badehäuser und das türkisfarbene Wasser – zu genießen. Das Wasser war mit 17 Grad übrigens noch fast badewarm, in der Bucht ist man gut vor Ostwind geschützt.

Mein Tipp: Fahrt jetzt noch unbedingt nach Ærø. Das Wetter ist spätsommerlich schön, das Licht magisch, die Häfen leer. Bis zum nächsten Frühjahr ist es noch unendlich lang hin und der Winter wird lang und dunkel. Ich glaube, ich habe mich neu verliebt – auch ohne die Liste.

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