Frühstück an Deck – mit Eiern im Bullauge „Bull’s Ei“ und Pfannkuchen

Auf dem Boot aufwachen, die Gliedmaßen strecken, die Sonne spüren, Kaffee trinken und auf das Wasser schauen. Ich kenne fast nichts Besseres. Und was sieht man da oft: emsige Segler, die möglichst früh ablegen, um möglichst früh im nächsten Hafen wieder möglichst die besten Plätze zu belegen.

Antizyklisch geht es aber auch. Wie wäre es mit: Um die Insel joggen, im Meer baden oder mit dem I-SUP eine Runde drehen. Danach ist Zeit für ein ausgiebiges Frühstück. Für mich fast die schönste Mahlzeit des Tages, die oft in einen schönen Brunch übergeht. Wir sind ja nicht auf der Flucht. Also mal sehen was die Proviantkiste so hergibt.

Falls das Brot nicht mehr so toll ist, und es durch den Toaster nicht mehr zu retten ist, mache ich „Bull’s Ei“. Ein Rezept, das so einfach wie überraschend ist. Und so geht es:

Zutaten pro Stück

  • Eine Scheibe Brot (Graubrot, Weißbrot, Giabatta, wie ihr wollt)
  • 1 Ei
  • Olivenöl
  • Pfeffer aus der Mühle, Meersalz

In die Brotscheiben Löcher von der Größe eines Eigelbs bohren. Olivenöl in der Pfanne erhitzen, das Brot in die Pfanne legen und jeweils ein Ei in jedes Loch aufschlagen. Das Eiweiß verläuft dabei und wenn es zu stocken beginnt, verbindet sich mit dem Brot. Alles pfeffern und salzen. Für 1-2 Minuten braten, mit dem Pfannenwender drehen und auf der anderen Seite weitergaren. Wie flüssig das Eigelb im Inneren bleiben soll, entscheidet ihr.

Nach Geschmack mit Tabasco, Worchestersauce, Ketchup oder Majo servieren. Die Grundlage für einen Segeltag ist so perfekt gelegt.

Werkzeuge: Pfanne, Pfannenwender

Und hier geht es zu den Pfannkuchen-Rezepten:

Pfannkuchen süß und herzhaft

Ein weiterer Klassiker an Bord sind natürlich Pfannkuchen. Es gibt viele Rezepte für den Teig. Ich bevorzuge die deutsche Variante. Faustregel (1 Ei + 60 Gramm Mehl + 100 Milch) Ich bereite den Teig so zu, dass ich jederzeit noch Kurs auf Süß oder Salzig nehmen kann.

Zutaten für 2 Pfannkuchen (Grundrezept deutsche Variante)

  • 2 Eier
  • 5 gut gehäufte Esslöffel Mehl
  • 200 ml Milch
  • 1 winzige Prise Salz
  • 1 winzige Prise Zucker
  • 2 Essl. Öl, oder Butter

Für den Teig Mehl und Eier glatt verrühren bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Die Milch dazugeben. Mit einer winzigen Prise Salz und Zucker würzen. Mindestens 15 Minuten quellen lassen. Für salzige Pfannkuchen zusätzlich pfeffern.

Tipp: Die Milch kann zur Hälfte durch sprudelndes Mineralwasser ersetzt werden. Dann wird der Pfannkuchen fluffiger. Ein gut gehäufter Esslöffel Mehl hat ca 25 Gramm.

Pfannkuchen mit Kurs auf salzig

  • 1 Schalotte
  • 1 dicke Scheibe Südtiroler Speck, in Streifen geschnitten (alternativ Frühstücksspeck)
  • Frische Petersilie (ersatzweise Koriander)
  • Frischer Pfeffer

Die Schalotte in feine Ringe schneiden. 1 Esslöffel Öl erhitzen, Schalotte anbräunen, herausnehmen und beiseite stellen. Danach den Speck im Öl anbraten. Die eine Hälfte des Pfannkuchenteigs gleichmäßig darüber verteilen und 2-3 Minuten stocken lassen. Mutige Smutjes können den Pfannkuchen mit einem Wurf wenden. Ich kann das noch nicht! Weiter braten lassen, bis der gewünschte Bräunungsgrad erreicht wird.

Mit den Schalottenringen und mit frischen Kräutern (Petersilie) bestreuen und am besten in der Pfanne servieren.

Tipp: Natürlich geht das auch vegetarisch mit Käse, Tomaten, Zucchini – was noch vorrätig ist.

Pfannkuchen mit Kurs auf süß

Hier könnt ihr fast jedes Obst aus eurer Proviantkiste nehmen: Bananen, Äpfel, Ananas, Mango, Papaya. Zum Anbraten verwende ich jetzt Butter.

Das Obst schälen und in dünne Scheiben schneiden. In der Pfanne bei mittlerer Hitze kurz anbräunen. Der im Obst enthaltene Zucker lässt die Früchte schön karamellisieren. Aufpassen, das kann auch schnell verbrennen. Nach ca. 2 Minuten den Pfannkuchenteig gleichmäßig über die Obstscheiben verteilen. Die Pfannkuchen bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun backen. Mit Zucker, oder Honig toppen.

So fängt der Tag doch gut an.

 

5 Kommentare

  1. Moin. erst mal I-SUP gegoogelt. Oha, Stehpaddeln. Gut und schön. Bull`s Ei kenne ich als Ei guck aus dem Loch. Lecker…, Pfannkuchen, genauso wie übrigens Sauerkraut, sind in Ihrer Vielseitigkeit oft unterschätzt. Ich bin zum Glück gerade satt, sonst würde ich hier gerade welche machen. Grüße – Peter…

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    1. Moin Peter, Bulls Ei habe ich mir ausgedacht, passt so schön zum Schiffchen. Gefunden hatte ich das Rezept in einem Englischen Camping Kochbuch… Und ja Stehpaddeln wäre gut, wenn nur das Wasser schon etwas wärmer wäre. (Und die Luft auch.) Pfannkuchen liebe ich auch, werde demnächst mal ein paar vietnamesische Varianten posten.
      Schönes Wochenende und Ahoi nach Thüringen. LG Cornelia

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  2. Liebe Cornelia,
    du warst/bist die absolute Food Blog Day Überraschung für mich! So genial was du so zauberst auf kleinstem Raum unter schwierigen Bedingungen. Segeln gehört ja auch zu meinen Hobbys (also der Gatte hat den Schein und Mutti darf den Vorschoter machen;) Dieses Bull’s Ei passt so wunderschön zu meinem Nachnamen Buhl und wird pronto am Sonntag zum Frühstück ausprobiert! Ich wünsche dir allzeit eine Handbreit Wasser unterm Kiel und einen wunderschönen Sommer,
    Karin

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    1. Liebe Karin, da wünsche ich dir ein schönes Wochenende auf dem Wasser. So schwierig ist das gar nicht auf dem Boot. Ich versuche es so zu halten, wie in einer Garküche. Scharfe Messer, 1-2 Pfannen und alles möglichst kurzgebraten. Der Backofen fehlt mir manchmal, nur heute nicht. 😉
      Zum Glück esse ich wenig Süßes, aber ich schau mal bei dir rein, vielleicht finde ich was einfaches was ich adaptieren kann. Du hast ja ebenfalls einen tollen Blog. LG und ahoi Cornelia

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