Laab Nüa – damit kommt der Sommer bestimmt zurück

Laab (ลาบ) auch bekannt als Larb stammt aus dem Nordosten Thailands und ist wesentlicher Bestandteil der dortigen Isaan-Küche und eines meiner absoluten Lieblingsgerichte im Sommer. In Thailand habe ich es oft – umzingelt von kichernden Thais – gegessen, die immer neugierig waren, ob ich als „Farang“ die Schärfe „phet phet“ überhaupt aushalte. Auf unserer dänischen Lieblingsinsel schmeckt es mir ohne Publikum aber mindestens genauso gut.

Die Hauptbestandteile etwas Fleisch, Limette, Chili, Fischsauce und Reis habe ich sowieso immer an Bord. Und wenn ihr frische Minze irgendwo besorgen könnt, steht diesem erfrischenden Sommergenuss nichts mehr im Wege.

Hier geht es zur Zubereitung:

Zutaten für 2 Personen:

  • 250 Gramm Hackfleisch, selbstgemacht
  • 2-3 frische Korianderzweige
  • 2 Esslöffel Fisch Sauce
  • 1 Schalotte (ersatzweise 2 Frühlingszwiebeln oder 1 kleine Zwiebel)
  • 2-3 frische scharfe Chilischoten (ersatzweise Chiliflakes getrocknet)
  • 1-2 Limetten (ersatzweise Zitrone)
  • 1 kleiner Bund frische Minze
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Esslöffel brauner Zucker
  • 1 kleine Knoblauchzehe, 1 El Öl
  • 1-2 Esslöffel dunkel gerösteter, stärkehaltiger Reis (z.B. Risotto)

Zubereitungszeit: etwa 15 Minuten

Das Hackfleisch mit einem Spritzer Limettensaft vermischen und ziehen lassen.

Eine kleine Eisenpfanne ohne Fett erhitzen und den Reis dunkelbraun rösten, abkühlen lassen. Den gerösteten Reis in der Gewürzmühle (alternativ Mörser oder Mixer) zermahlen, bis er mittelfein ist. Der pulverisierte Reis macht die Soße später schön sämig und gibt dem Gericht ein schönes nussiges Aroma.

Schalotte in feine Stifte schneiden. Den frischen Koriander inklusive der Stiele sehr fein hacken. Mit dem Messerrücken die Knoblauchzehe, den Zucker und die Chilis zu einer groben Paste zerdrücken. In einer kleinen Schale den Saft einer ganzen Limette mit der Fischsauce und der Chili-Koriander-Zucker-Paste vermischen. Minze waschen, grob hacken. Beiseite stellen.

Die Pfanne mit einem Teelöffel Öl erhitzen. Das Hackfleisch bei starker Hitze kurz anbraten. Zwei Minuten bei Rind, bei Huhn oder Schwein etwas länger. Wer mag, kann für die letzten 30 Sekunden die Schalottenstifte schon mit dem Hack mitbraten. Dann wird der Laab etwas weniger zwiebelig. Das gebratene Hack mit dem Limettendressing vermischen. Die Minzeblätter erst kurz vor Schluss, wenn das Hack noch gut lauwarm ist, dazugeben sonst fallen die Blätter zu sehr zusammen. Den gerösteten Reis untermischen. Noch lauwarm mit den rohen Gemüsen servieren.

Werkzeuge: kleine Pfanne, Gewürzmühle, Messer, kleine Schüssel

Tipps: Hack könnt ihr auch mit Schwein (Moo), Huhn (Gai), oder sogar Entenbrust (Bet) schnell und hygienisch zuverlässig selbst machen.

Minze ist für dieses Gericht leider unverzichtbar. Und bitte verwechselt Fischsauce nicht mit Sojasauce, beide haben einen völlig unterschiedlichen Charakter. Fischsauce ist der thailändische Salzersatz, rundet das Essen aber viel harmonischer ab. Sojasauce wäre geschmacklich viel zu dominant.

Im Original wird Laab mit rohen Schlangenbohnen und rohem Weißkohl als Beilage serviert. Das rohe Gemüse neutralisiert die Schärfe. Ihr könnt aber auch jedes andere rohe Gemüse wie Gurke, Tomate oder Möhre nehmen.

Die Gemüse nicht mit dem Dressing überziehen, sonst „löschen“ sie die Schärfe nicht.

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