Rote Bete roh oder gekocht? Carpaccio – Rezept für beide Varianten

Kann man Rote Bete roh essen? Schmeckt das und ist das gesund? Die Antwort ist ja, insbesondere im Frühherbst, wenn die Knolle frisch auf den Markt kommt, schmeckt rohe Rote Bete zart und aromatisch. Ob ihr die Rübe roh oder gegart esst, darüber entscheidet euer Geschmack und das eigene Befinden. Empfindliche Mägen sollten mit der Rohkost vorsichtiger sein. Doch wie so oft, macht die Dosis das Gift.

Die See kocht Rote Bete Carpaccio Rezept, roh

Farbenfroh in violett – pink: Rote Bete Carpaccio – auch roh ein Genuss

Roh schmeckt die rote Knolle recht erdig, dafür ist sie herrlich knackig. Gegart ist ihr Geschmack milder und süßlicher. Rote Bete kann gut gelagert werden. Mehr Rote Bete Wissen gibt es nach dem Carpaccio-Rezept.

Rote Bete Carpaccio roh mit Bete Blaettern

Rote Bete, Rote Bete Blätter, Pinienkerne und Ziegenfrischkäse

Rote Bete mit Blättern einkaufen – sind diese essbar?

Tipp: Auch die Blätter der Roten Bete sind essbar. Geschmacklich erinnern sie an ihren Verwandten, den Mangold. Rote Bete Blätter enthalten noch mehr Vitamine als die Knollen. Zarte, junge Blättchen habe ich wie Salat oder Salatkräuter verwendet. Größere Blätter und die violetten Stiele eignen sich gebraten als Zutat in einem Wok Gericht.

Rote Bete Bund frisch mit Blaettern

An den Blättern erkennt man ob die Knollen frisch sind

Gemüse-Carpaccio ohne Fleisch- vegan und vegetarisch

Mit diesem herbstlichen Carpaccio vervollständige ich nach Spargel-, Kohlrabi- und Fenchel – Carpaccio mein jahreszeitliches Vorspeisen Quartett. Inspiriert hat mich ein Rezept von „Pias Deli“, das ich im Frühjahr bei einem Event probieren durfte. Und aktuell ein herbstlicher Spaziergang auf dem Isemarkt. Dort gibt es die roten Rüben in allen Farben und Formen. Auch die Ringelrübchen sind gut geeignet, diese schmecken milder.

Rote Bete und Rueben auf dem Markt

Heimisches Wurzelgemüse, saisonal eingekauft

Die See kocht saisonal Carpaccio Rezepte

Extrem beliebt: Vegetarisches Carpaccio Quartett für jede Jahreszeit

Und das waren die Zutaten für zwei Vorspeisen – Teller:

  • 2-3 kleine Rote Bete Knollen, roh oder gekocht (nach Geschmack)
  • 2 EL Himbeeressig (oder ein anderer guter Essig)
  • 2 EL Walnussöl (ersatzweise anderes mildes Öl) + 2 EL mildes Öl (= 4 EL Öl)
  • 1 TL flüssiger Honig (oder Agavendicksaft, ersatzweise Zucker)
  • 1 TL mittelscharfer Senf (optional)
  • einige frische Rote Bete Blätter oder Rucola Blättchen
  • Meersalz, Pfeffer aus Mühle
  • 2 EL Pinienkerne (oder Walnüsse, Sonnenblumenkerne etc. )
  • 2-3 EL Ziegenfrischkäse (alternativ: Pecorino oder Parmesan, gehobelt)

Hier geht es zur Zubereitung (rohe Carpaccio Variante):

Wer sich vor roten Händen scheut, kann Einweg-Handschuhe tragen.

Rohe Rote Bete schälen und in dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Ich bevorzuge ein wirklich scharfes Messer. Aus Essig, Öl, Honig, Senf, Salz, Pfeffer das Dressing anrühren. Abschmecken, bis die Balance zwischen Säure und Süße stimmt. Die rohen Bete Scheiben für etwa 20-30 Minuten im Dressing marinieren. Durch ihre intensive Farbe färbt sich das Dressing knallpink, die Bete wird etwas weicher.

Rote Bete Carpaccio roh Scheiben

Etwas grobmotorisch geschält: Rohe Rote Bete mit dem scharfen Messer

In der Zwischenzeit Nüsse oder Kerne in einem Pfännchen ohne Fett hellbraun anrösten und beiseite stellen. Rote Bete Blätter oder Rucola waschen, trocken und kleinschneiden oder zupfen.

Die marinierten Scheiben auf Tellern verteilen. Grüne Blättchen, Frischkäse und Nüsse darüber streuen. Die pinkfarbene Marinade mit einem Löffel gleichmäßig über die Zutaten träufeln. Mit Pfeffer aus der Mühle und Meersalzflocken dekorieren und servieren.

Tipp: Wer einen empfindlichen Magen hat und die Rote Bete lieber vorab garen möchte, sollte darauf achten, dass die Schale möglichst unversehrt ist. Deshalb Stiele und Strunk nicht zu knapp abschneiden, sonst blutet die intensive Farbe beim Kochen aus. Nach dem Garen in Salzwasser (30-40 Minuten, je nach Größe) und etwas Abkühlzeit, lässt sich die Schale ganz einfach mit den Händen abstreifen. Keine Sorge, die rote Farbe geht recht schnell wieder ab, Zitronensaft soll dabei helfen. Ohnehin sind Seglerhände um diese Jahreszeit gerne gerötet.

Sehr bequem sind die vakuumierten und vorgegarten Knollen aus der Gemüseabteilung. Sie halten ungekühlt ewig. Um Klassen besser schmecken für das Carpaccio die frischen Sorten.

Werkzeuge: Brett, Messer oder Hobel, Schüsselchen, kleiner Topf und Einweghandschuhe (optional)

Carpaccio Rote Bete Pinienkerne und Ziegenkaese

Aus wenig viel machen: Rote Bete Carpaccio mit Blättern

Rote Bete laenglich roh Blaetter

Es gibt auch längliche, ebenso farbintensive Sorten

Ist Rote Bete nun giftig?

Da die Meinungen dazu geteilt sind, habe ich gründlich recherchiert. Folgendes ist dabei herausgekommen: Wer Rote Bete roh essen will, sollte das Gemüse nur in Maßen genießen. Die Knolle enthält, ähnlich wie der Rhabarber, viel Oxalsäure. Wer zu Nierensteinen neigt (und davon Kenntnis hat) sollte dies beachten. Auch für Säuglinge ist das Gemüse ungeeignet.

Zudem speichert die Rote Bete aus Düngemitteln und Böden Nitrate. Unter bestimmten Bedingungen – wie falsche Lagerung – können sich Nitrate durch Bakterien in bedenkliches Nitrit oder Nitrosamine umwandeln.

Dabei ist Rote Bete gesund und soll den Blutdruck senken. Sie enthält viel Vitamin B, Kalium, Eisen und Folsäure. In den frischen Blättern steckt sogar ein Vielfaches an Vitalstoffen. Die intensive rote Farbe entsteht durch eine hohe Konzentration an Betanin. Dieses verwendet die Lebensmittelindustrie als natürlichen Farbstoff (E162).

Unnützes Wissen: Rote Bete ist das einzige Lebensmittel, das den Körper in derselben Farbe wieder verlässt, in der es aufgenommen wurde. Nicht erschrecken: Es befindet sich kein Blut im Urin. Mehr zum Thema Gesundheit, Wirkung und Nebenwirkungen habe ich in der Apotheken Umschau gefunden. Sicher ist sicher. 😉

Rote Bete Knollen roh blaetter gewaschen

Rote Bete Tipps für den Einkauf und die Lagerung

Die Rote Bete Saison beginnt mit frühen Sorten im Spätsommer, offiziell im September. Die Bete gilt als Wintergemüse, die Saison reicht bis in den März hinein. Die besten Exemplare findet ihr auf dem Markt. Dort ist die Ware am frischesten, die essbaren Blätter sind ein untrügliches Zeichen für Frische.

Die Knollen sollten nicht zu groß sein, denn dann sind sie oft holzig. Es gibt auch längliche Sorten, diese haben mir noch besser geschmeckt. Generell gilt: je kleiner desto milder und zarter. Die Knollen sollten sich prall anfühlen, die Oberfläche möglichst glatt und unbeschädigt sein. Wenn die Knollen weich oder schrumpelig sind, ist die Rote Bete nicht mehr frisch. Schwarze Flecken sind ein Hinweis auf zu kalte Lagerung.

Zur Aufbewahrung eignet sich ein dunkler, kühler und trockener Ort. Im Kühlschrank bleibt sie – in ein Geschirrtuch gewickelt – bis zu zwei Wochen lang frisch. Nach der „Sandkastenmethode“ in einem Keller, soll sie sogar monatelang halten. Das ist dann aber nur für absolute Selbstversorger. 😉

Bord-Rezept Rote Bete Carpaccio

Je dünner geschnitten, desto besser: Rote Bete Carpaccio

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