Food Fotografie für Blogger. Tipps & Tricks und was ich nie tun würde

Food Fotografie für Blogger Do's and don'ts

Food Fotografie in Blogs – Alles zu schön um wahr zu sein?

„Hast du die Segel-Rezepte wirklich alle auf dem Schiff gekocht?“ Das werde ich oft gefragt. Die ehrliche Antwort lautet: teilweise ja, teilweise nein. Fotografiert wird da, wo ich kochen kann und wo ich gutes Licht finde. Auf Deck, am Grillplatz, in der Kombüse, Küche oder notfalls auf dem Balkon. Noch lebe ich nicht das ganze Jahr über auf dem Schiff. Leider.

Foodblog Fotografie Tipps und Tricks

Optimale Bedingungen gibt es leider nicht immer. Tomatensalat auf Deck

Trotzdem sind die Bord-Rezepte und Fotos an die Anforderungen an das Kochen „unter erschwerten Bedingungen“, angepasst. Kochen auf einer kleinen Yacht bedeutet, wenige Werkzeuge, einfache Zutaten und simple Zubereitung.

Food Fotografie auf Facebook

Dieses spontane IPhone Foto hatte die meisten Likes ever!

Essen fotografieren für Blogs – Tipps für Blogger

Heute geht es nicht um Rezepte, sondern um bessere Fotos. Die Qualität der Blogs und in den sozialen Netzwerken ist erstaunlich. Es herrscht dort mittlerweile ein derart hohes Niveau, dass es mich oft wundert, wo die ganzen phantastischen Fotografen herkommen. Früher konnte ich diese an einer Hand abzählen.

Food Fotografie für Blogger

Food Fotografie im Jahre 2016 – auf Spurensuche

Die endlose Verfügbarkeit von günstiger Hard- und Software bietet für alle Blogger, Instagramer und Facebooker unendliche Möglichkeiten. Wenn man sie richtig einzusetzen weiß.

So habe ich in dem empfehlenswerten Seminar „Erfolgreich Bloggen“ von „Meine Svenja“ Walter, bessere Food-Fotos für den Blog als Hausaufgabe mitbekommen. Hilfreich war der Tipp, sich bei den weltbesten Fotografen umzusehen. Meine Lieblingsplattform und Inspirationsquelle ist hier Pinterest. Später dazu mehr, denn vorher gibt es einen kleinen Exkurs und eine Zeitreise.

Food-Fotografie bevor es Photoshop und Digitalkameras gab.

Früher hieß es beim Essen: „Wir wollen es ja nicht fotografieren. Heute heißt es „wir müssen es erst noch fotografieren“. In einem aktuellen Cartoon kommt sogar schon der besorgte Küchenchef aus der Küche gerannt, wenn nicht fotografiert wird.

Essen fotografieren in Restaurants

Hand auf’s Herz: Wer fotografiert nicht sein Essen im Restaurant? @Jellyfish

Bevor ich zur Analyse des Ist-Zustands komme, begebe ich mich auf eine Zeitreise in das Jahr 1988. Noch als Praktikantin in einer Frankfurter Werbe-Agentur durfte ich ein Foto-Shoot (nicht Shooting, Frau Klum!) betreuen. Es ging um Dosen-Thunfisch. Nicht ganz einfach!

Erste Lektion: Es wird geschummelt, was das Zeug hält. Sämtlicher Doseninhalt war unbrauchbar und wurde durch ein Premium-Produkt der Konkurrenz ersetzt. Circa 50-100 Dosen mussten wir öffnen, bis das perfekte Filet gefunden war. Für den anwesenden Kunden war das kein Problem „Das machen wir immer so“. Die Konserven-Firma gibt es heute nicht mehr. Die Premium Marke schon noch. Die Bilder unten zeigen ähnliche fotografische Härtefälle.

Zweite Lektion: Soviel Thunfisch Salat habe ich nie wieder in meinem Leben gegessen, denn wir hatten mehrere Kilo Fisch übrig.

Dritte Lektion: Staunend entdeckte ich den Beruf des Food Stylisten. Der kann in der Regel sehr gut kochen oder ist sogar Koch. Er entwickelt die Rezepte und lässt alles zum Anbeißen aussehen. Für andere Kampagnen habe ich später rohen Schweinenacken, Würste, Kaffeebohnen und andere Schweinereien fotografieren lassen. Vor Food-Stylisten ziehe ich heute noch den Hut. Am besten finde ich Styling, das sich nicht in den Vordergrund drängelt.

Vierte Lektion: Für Menschen ab Jahrgang 1980. Es wurde auf Dia-Film fotografiert. Was das bedeutete? Keine Kontrolle, keine Korrekturen, keine endlosen Varianten. Aber auch kein „Kannst du mal eben!“

Um die Komposition zu beurteilen, wurde im Vorfeld getüftelt und geplant. Dann gab es Test-Polaroids! von Einleuchttellern. Danach ging alles „blitzschnell!“. Ab in die Entwicklung, warten und hoffen, dass alles scharf ist. Wenn die Dias aus dem Labor kamen, war das Essen längst eingetrocknet und die Dekoration verwelkt. Im schlimmsten Fall musste alles noch mal gekocht werden. Vor zwei Uhr nachts war ich selten zu Hause. Satt wurde ich immer.

Food Fotografie für Blogger

Glory Days! Mit 50 Mann Kaffeebohnen belichten! Lange ist es her.

Fünfte Lektion und heute unvorstellbar: Lightroom oder Photoshop gab es nicht. Noch nicht mal erfunden. Von Instagram Filtern oder anderen Bildbearbeitungs-Apps ganz zu schweigen. Nachträglich Dinge verschieben oder wegstempeln? Das war fast nicht möglich. Zu der Zeit bedeutete WYSIWYG wirklich noch „What you see is what you get“.

Was ich von den Stylisten und Fotografen damals gelernt habe, gilt für mich heute noch. „Bei mir wird nicht geschummelt.“ Chemie, Farben und Lacke sind für mich tabu. Der Grund ist einfach, ich will die Gerichte hinterher noch essen. Dazu muss das Essen noch genießbar sein. Das findet übrigens auch der hungrige Captain, dem ich schon einiges abverlange. Danke für deine unendliche Geduld! 😉

Dass Bilder zum Anbeißen aussehen müssen, ist klar. Hier hilft mir hinterher Photoshop und Co. Ich finde das legitim, solange nicht übertrieben wird. Aus den Bildern etwas herauszukitzeln, was ohnehin als Bildinformation vorhanden ist? Warum nicht. Von fertigen Instagram Filtern halte ich nicht so viel. Die sind mir zu plump.

Und immer wieder geht die Sonne auf. Dank selbstgebauter Foto-Filter

Zurück zu den phantastischen Foodblogs weltweit. Alle haben mehr oder weniger gute Bilder, einige sind wirklich außergewöhnlich. Doch mit der Perfektion ist manchmal eine Selbstähnlichkeit entstanden, die  amüsant, oft auch schon langweilig ist. Die Kopie, der Kopie, der Kopie eines ursprünglich tollen Fotos.

Dank der günstigen Verfügbarkeit digitaler Werkzeuge, lässt sich heute leicht ein Ergebnis erzielen, das früher tausende D-Mark oder Dollar gekostet hätte. Blogger-Fotografie-Workshops und Youtube Tutorials gibt es ohne Ende. Auch hierzu habe ich ein nützliches Pinterest Pinboard mit Tipps und Tricks erstellt. Appetitlichere Fotos wollen wir doch alle für unsere Blogs fotografieren.

Das „Macaron Pinboard“ zeigt aber auch, was passiert, wenn alle die Workshops intus haben.

Aber kommen wir zum eigentlichen Knackpunkt

Bis auf wenige Ausnahmen fällt es mir schwer, ein Foto einem bestimmten Blog zuzuordnen. Eine eigene Bildsprache, Look, Tonalität? Oft Fehlanzeige. Was mir fehlt, ist die Handschrift, die für das steht, was der Blog ausdrücken will.

So kochen Frauen, so kochen Männer. Und so fotografieren sie auch?

Auch ist mir aufgefallen, dass es in der Food- Still- Fotografie zwei große Richtungen gibt. Die helle Welt und die dunkle Welt. Wie Himmel und Hölle. Beides hat Vorteile.

Ausnahmen bestätigen die Regel, trotzdem mache ich die Schublade auf: Wenn Männer kochen, machen sie Dreck. Es muss dampfen, spritzen, rauchen und brennen. Die Zutaten sind fettig, fleischig und opulent. Warum das so ist? Vielleicht müssen sie Teufels Küche hinterher nicht selbst aufräumen? Die Fotos dazu erinnern an alte Meister wie Rembrandt. Ich mag diesen Stil sehr. Ich nenne das auch den „Beef Style“. Dazu gibt es das Pinboard „Dark and Moody“.

Food Fotografie für Blogger

Mein „Dark and Moody“ Versuch, das ist was für Fleischesser

Im Gegensatz dazu gibt es die heile Welt. Himmlisch leichte Fotos, sonnig und luftig. Perfekt trifft das Donna Hay mit ihren Bildern. Selbst die Kalorien scheinen sich auf ihren Fotos in Luft aufzulösen. Die Sehnsucht nach dem Tag am Meer. Idealerweise findet der auf den Hamptons oder wenigstens auf Sylt statt.

Dreckig wird hier nichts, bis auf ein paar Krümel oder Beeren, die sich dekorativ auf dem „Seawashed“ Untergrund verteilen. Ich vermute, dieser Stil wird zu 90% von Frauen fotografiert. Im Sommer liebe ich diesen Look sehr. Dazu gibt es das Pinboard „Bright and Blured“.

Food Fotografie für Blogger

Leicht und kalorienarm. Hell und mit seitlichem Gegenlicht Risi Bisi

Die Spurensuche geht weiter

Auf dem letzten Pinboard „World Class Photography“ habe ich Fotos gepinnt, die ich fantastisch finde. Am Vogue – Beauty -Portrait Meister Irving Penn kam ich nie vorbei. Schon 1947, also vor fast 70 Jahren hat er (ohne die heutigen Hilfsmittel) die Messlatte hochgelegt. Alles was er geschaffen hat, findet sich heute in den Blogs wieder. Ich habe hierzu ein Zitat gefunden.

The ordinary, if composed in an interesting way, using the right light, make a perfectly good subject for photography. As Penn says “photographing a cake can be art” or tulips.

Bitte entschuldigt, dass ich nicht alle Boards direkt einbinde. In Deutschland ist die Pinterest Copyright Frage immer noch nicht zuverlässig geklärt.

Seltener zu finden ist der „Food“ Reportage Stil

Authentisch, uninszeniert, spontan und trotzdem appetitlich, zum Anbeißen und gut ausgeleuchtet. Die eierlegende Wollmilchsau. Genau wie in der Kosmetik Industrie ist dieser Foto-Stil schwierig.

Grillplatz in Dänemark. Segel Blog

Himmel und Hölle. Selten gelingt es, beides fotografisch zu vereinen

In meinem Food-Travel-Blog will ich nicht nur Rezepte, sondern einen bestimmten Lifestyle, Segeln und das Leben an Bord zeigen.

Food Fotografie im Segelblog...

„Empty Plate“, ideales Licht und Platz sind selten, hier ist es zu direkt

Wenn die See wirklich kocht, schwankt es manchmal beängstigend. Der Wind weht gerne mal die Dekoration über Bord oder ein Regenschauer verhindert ein schönes Foto. Auf dem Boot ist es beengt, oft geradezu klaustrophobisch. Die Lichtverhältnisse sind nicht immer optimal oder kontrollierbar. Auf unserem Schiff ist für ein Set-Aufbau kein Platz.

Natürlich könnte ich mir ein zu Hause ein maritimes Setting nachbauen. Untergründe besorgen, Muscheln, Leinen, Sand, Treibholz, alte Seekarten. Mir ein Lichtzelt basteln und mehr Shooting Requisiten anschaffen. Das gäbe perfekte durchgestylte Fotos, die ich gar nicht will.

Die See kocht hat eine Bildsprache

Meinen Fotos soll die Spontaneität erhalten bleiben. Welche Kamera ich benutze und warum ich aus der Hand schieße lest ihr hier:

Ich benutze nur eine kleine, lichtstarke Kompaktkamera, manchmal auch nur das Iphone. Die Kamera ist jederzeit einsatzbereit. Eine IXUS liegt deshalb schon auf dem Meeresgrund im Årøsund. Vielleicht tauche ich nächste Saison mal danach.

Ich mit Kamera

Gute Motive finden sich überall. Hauptsache die Kamera ist dabei

Da ich den Moment und das Gefühl einfangen will, schieße ich nur aus der Hand. Sei es beim BBQ, an Deck oder am Strand. Manchmal sind die Perspektiven verzogen oder die Komposition ist ungünstig. Nicht jeder Segeltag ist perfekt, aber auch nicht jeder Küchentag.

Mein Positionierungssatz lautet: „Wind, Wasser, Wellen. Messer, Teller und Topf. Das sind die Zutaten von Die See kocht. Denn mehr braucht es nicht, um eine entspannte Zeit auf und am Wasser zu genießen“. Das schreibe ich gedanklich über jedes Foto.

Meine „Visual Signature“ sind meine karierten Grubentücher, meine unkaputtbaren pastelfarbenen Melanin Schalen und Teller aus Thailand und meine drei guten Messer.

Und wenn ich mir die Fotos von vor eineinhalb Jahren anschaue, dann sind die Bilder schon viel besser geworden. Übung macht den Meister. Bei der Google Bildersuche klappt das mit der eigenen Handschrift schon ganz gut, wie der Screenshot zeigt. Die Suchmaschinen Optimierung wohl auch. 😉

Google Suchergebnisse Bilder von "Die See kocht"

Die See kocht in der ersten Reihe. Jedenfalls bei der Google Bildersuche

Wer bis jetzt durchgehalten hat, dem möchte ich noch ein paar Foodblogs empfehlen, bei denen ich viel auch viel Herzblut spüre. Bei allen spürt man eine große Leidenschaft und Sachverstand für das Thema.

Zum Beispiel:

Arthurs Tochter kocht – kulinarische Berichterstattung, kritisch, gute Texte und Rezepte. Sie fährt auch gerne Boot, dann aber mit dem Hausboot.

Confusionfoodblog von Ferdinand Vielfraß. Hier durfte ich jeden Tag in eine asiatische Garküche reisen. Spontan geschrieben und geschossen. Macht Spass.

Die Seelenschmeichelei. Meine Ex Kollegin Conny textet sogar noch besser, als sie fotografiert und kocht. Und das macht sie schon sehr gut.

Das Leben ist zu kurz für schlechtes Essen. Findet German Abendbrot. Ich finde das auch.

Bei „Immer wieder Sonntags“ gibt es immer sonntags einen Post und schöne Fotos, die man auf den ersten Blick identifizieren kann.

Rambutan, Granatapfel & Orangenblüte – Wiltrud kocht gerne und gut. Und bringt mir arabische Rezepte näher.

The Masked Chef.Viel Küchen und Werkzeug know-how. Ein Fan der indonesischen Küche, die ich noch nicht kann.

Küchenereignisse aus Österreich, gibt es erst seit Mai 2015. Christian sagt über sich: Burger-Möger, Steakaholic, Altsommelier, Jungbarista und hadert manchmal mit seinen Fotos.

Die Giftige Blonde möchte mit ihren Fotos nichts überinszenieren, da dies später beim Nachkochen zu Frustration führen könnte. Das finde ich auch sehr vernünftig.

Und wer immer noch nicht genug hat, dem empfehle ich das Saveur Magazin. Dort wurden aus 50.000 Einsendungen international die besten Blogs 2015 gekürt. Echte Blog-Perlen und tolle Kategorien findet ihr dort.

Und zum Schluss noch was zum Lästern, so bitte nicht, kommt in diversen Gruppen aber häufig vor: Amateurkochfotos auf tumblr.

Fotografie für Blogs.

Ich freue mich jetzt auf eure Kommentare und Tipps. Ihr könnt auch gerne eure Links hier posten. Falls ich jemanden nicht erwähnt habe, ist das keine böse Absicht, der Artikel ist schon viel länger geworden als geplant. Liebe Grüße und Ahoi.

Cornelia

28 Kommentare

  1. Deinen Beitrag über die Foodfotografie finde ich sehr interessant! Interessant finde ich auch, dass Du Deine Fotos auch nur mit einer kleinen Digitalkamera schießt, so wie ich auch! Habe mich noch nicht zu den ganzen Links durchgearbeitet, aber ich finde auch, dass Bilder eine eigene „Handschrift“ brauchen. Verglichen mit meinen früheren Fotos, bin ich zwar auch noch auf der Suche, dennoch habe ich mich schon stark verbessert! Und ne, im Restaurant wollte ich mein Essen nicht fotografieren, absolut nicht.
    Danke für diesen tollen Beitrag,
    lieben Gruß, Emmi 😉

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  2. Hallo Cornelia!
    Ich kann Dir nur zustimmen, aber meine Meinung habe ich Dir im Vorfeld ja schon mitgeteilt.
    Foodstyling ist sicher was Tolles und für Manches wichtig (Buch, professionelle Sachen) aber ich für mich sehe das halt anders. Natürlich bleibt auch mir oft der Mund offen bei Fotos,..sooo schön! Aber ich bin sicher, nur ein Bruchteil der Nachkochenden können das ebenso in Szene setzen, vielleicht weil der Mann schon Hunger hat und die Kinder auf ein pünktliches Mitttagessen bestehen oder was auch immer der Grund sein könnte.

    Und, ich hätte nieeee gedacht, dass ich einmal in einem Blogpost über Foodfotografie auch nur erwähnt werden würde, da bin ich jetzt ganz erstaunt, hächstens in die andere Richtung, wenn Du verstehst..ggg. Danke 🙂

    Liebe Grüße Sina

    Gefällt 2 Personen

    1. Hallo Sina,
      Darum geht es ja. Ich habe Blogs aufgelistet, die nicht unbedingt perfekt glattgebügelt sind, aber bei denen ich, als Politikerin, viel Leidenschaft und Kochkenntnisse wahrnehme.
      Ich hätte auch gerne noch bessere Fotos, aber dann geht bei mir die Glaubwürdigkeit flöten. Das hast du gestern ja schon so treffend bemerkt.

      Und jetzt muss ich mal was essen. (Ohne Kamera heute)

      Liebe Grüße Cornelia

      Gefällt 1 Person

      1. Das freut mich, dass man das trotz der Fotos bei mir sieht, also die Leidenschaft, Kenntnisse kann man ja nie genug haben, aber theoretisch weiß ich einiges..habe auch eine entsprechende Ausbildung 😉

        Und im Übrigen Deine Fotos finde ich immer klasse..ich sollte mir ein Boot zulegen um so schöne zusammenzukriegen.

        Liebe Grüße und Mahlzeit!

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  3. Ganz toll recherchiert und erquicklich offen und ehrlich geschrieben! Herzlichen Dank für diesen Artikel, liebe Cornelia – macht großen Spaß, den zu lesen und ist auch äusserst aufschlussreich. Auch herzlichen Dank für die Erwähnung meines Blogs – das mit der kleinen Digitalkamera, den Handyfotos und WYSIWYG haben wir gemeinsam. Ich habe nicht mal Photoshop oder Lightroom, sondern nur das poplige ‚Fotos‘ von MacOS und da ich zumeist das Abendbrot fotografiere, entwickelt sich zwangsläufig ein eigener Stil, ganz einfach weil die Beleuchtung und das Setting immer gleich sind (die Lampe über dem Esstisch oder die Strahler über dem Herd) und weil ich für großartige Arrangements überhaupt nicht die Zeit habe, denn ich will mein Abendbrot nicht nur essen, sondern ich will es auch nicht kalt essen.
    Mein Essen im Restaurant habe ich bisher noch nie fotografiert und ich denke auch nicht, dass ich noch damit anfangen werde 😉 Das ist mir ähnlich suspekt, wie Leute, die im Restaurant ständig telefonieren oder auf ihr Handy starren und hektisch messages tippen.
    Immer wieder schön, Deine Beiträge zu lesen. Vielleicht schaffen wir es diesen Sommer ja mal, Dich und den geduldigen Captain persönlich kennen zu lernen – die Ostsee ist von unserer Basis aus nicht sooo weit entfernt.
    Liebe Grüße
    Tommy

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    1. Lieber Tommy, wenn du mal im Jellyfish in Hamburg essen gehst, holst du auch dein Iphone raus. Versprochen. Dort sind die Gerichte so toll arangiert und schmecken, dass es eine Freude ist. Und die machen fast nur Fisch. Aus nachhaltigem Fang, versteht sich. Und das mit dem heiß Essen stimmt.

      Vor allem jetzt im Winter ist es natürlich schwer abends vernünftiges Licht zu finden. Seltsamerweise sind die drei Strahler über dem Herd manchmal gar nicht mal so schlecht. Wenn ich es mir recht überlege, ist sogar dein Look stimmig zu deinem Auftritt. Das dunkle, irgendwie schon fast morbide (sorry dass ich das jetzt so schreibe) oder eher klösterliche passt auch gut zu dem Food, Drugs und Rock n´roll Thema. So wie du das schreibst, klingt das auch wirklich immer nach Koch Meditation. Liebe Grüße und vielleicht im Sommer im Tageslicht auf der Ostsee.

      Liebe Grüße Cornelia

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  4. Super Beitrag! Ich beneide immer alle, die so tolle Food-Fotos hinbekommen, meine hingegen sind einfach vor dem Essen zuhause fotographiert. Das Licht ist nicht perfekt – ich habe keinen Balkon – und überhaupt nicht viele Utensilien für das Food-Styling leider. Ich mag es so, es zeigt immerhin die wahren Gerichte und wie „Die giftige Blonde“ bin ich der Meinung, dass das bei meinen Lesern zu weniger Frustration führt beim Nachkochen 🙂

    Vielen lieben Dank für diesen tollen Beitrag, hab dich gleich auch in meine Follow-Liste aufgenommen 🙂 Zum Glück hab ich deinen Beitrag bei The Masked Chef bemerkt!

    Gefällt 2 Personen

    1. Liebe Sara, ich habe dich mal bei Facebook geliked, deinen Blog kannte ich auch noch nicht. Wenn das Tageslicht zurückkmomt, kann man auch am Fenster tolle Fotos machen. Ich freu mich schon drauf. Ab März geht es wieder deutlich aufwärts. Das merke ich an den Fotos schon dramatisch. Liebe Grüße Cornelia

      Gefällt 2 Personen

      1. Ja, das mit dem Tageslicht werde ich dann auch wieder ausnutzen, obwohl ich mir eventuell auch eine Umzugskiste als Lightbox machen könnte 😀 Die ist einfach wieder zuv erstauen, für sonstiges Foto-Equipment (Tageslichtlampen etc.) hab ich einfach keinen Raum und keine Zeit! Ich will das Essen ja warm essen.

        Freue mich auch schon wieder auf März, wenn es um 16 oder auch um 18 uhr noch hell ist.

        Ich freue mich sehr, dass du mich geliked hast. Meine Seite ist ja auch noch nicht ganz so lange „öffentlich online“. 😉

        Liebe Grüße,
        Sara

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  5. Deine Fotos sind großartig, liebe Cornelia. Das mit der Kamera im Årøsund tut mir echt leid. Ich halte dann im Frühjahr auch mal mit Ausschau 😉, wenn wir wieder Wasser unterm Kiel haben. Und danke für die schönen Blog-Tipps!

    Schönen Abend!
    Martina

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    1. Liebe Martina, die Kamera liegt direkt in der Hafeneinfahrt, am ersten Steg, wo auch die Fischerboote liegen. Wassertiefe ist dort 4m. Ich glaube nicht, dass sie noch dort liegt.;-) Letztes Jahr wollte ich runtertauchen, aber 16 Grad waren nicht soooo verlockend. Die neue Kamera ist sowieso viel besser. Liebe Grüße Cornelia

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  6. Danke für deinen sehr interessanten Beitrag, liebe Cornelia!
    Und ich liebe das Inszenieren und Fotografieren, aber du machst mir gerade Mut, dass ich das einfach nicht immer tun muss, denn ich koche ja sehr oft, und der Herr Paulus meint dann immer, dass das so gut schmeckt, dass ich es schnell für den Blog fotografieren soll. Das mache ich dann nicht, und oft reut es mich dann. Aber ich habe einfach nicht die Zeit, jedes mal alles schön für das Foto zu richten, und so bleibt es dann halt bei den wenigen Posts.
    Na ja, schauen wir mal, ob ich es irgendwann schaffe über meinen Schatten zu springen! 😉
    Danke nochmals und viele liebe Grüße
    Maria!
    P.s.: Muss mir jetzt deine Pinterestseite anschauen! 🙂

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    1. Liebe Maria,
      das freut mich sehr, dass dir der Beitrag gefällt. Ich habe ihn sehr lange vor mir hergeschoben, weil ich stets mit mir hadere, in welche Richtung in gehen möchte. Der Verlust der Glaubwürdigkeit wäre, glaube ich, das schlimmste. Und dann zerrt an mir zu Hause auch jemand, der immer Hunger hat. Manchmal lasse ich dann das Foto sein und schieße es am nächsten Tag im Sonnenlicht noch einmal. (das klappt natürlich nur mit Schmorgerichten) Mit ein paar Kräutern, oder frisch reingeschnittenem Gemüse kann ich das immer wieder appetitlich aufpeppen. Deine Fotos finde ich sehr schön. Ich bin auch ein Fan von extremen Close-ups. Da kann man so richtig in das Essen eintauchen.

      Liebe Grüße Cornelia

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      1. Liebe Cornelia,
        ja, das ist immer so eine Sache mit dem „gleich essen“ und aber noch Fotos machen! 🙂
        Nicht immer ganz einfach!
        Aber ich bin sooo begeistert, was man alles auf den Blogs sieht und findet!
        Leider habe ich viiiel zu wenig Zeit, das dann tatsächlich auch alles zu genießen!
        Aber jetzt genieße ich einfach die Zeit mit meinem kleinen Fräulein! 🙂
        Ich freue mich, dass dir meine Fotos auch gefallen! Danke!
        Viele liebe Grüße
        Maria!

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  7. Hallo Cornelia,

    ein toller Beitrag! Das Fotografieren ist für mich die größte Herausforderung am Bloggen. Ich kann wohl recht gut Rezepte entwickeln, Kochen und Grillen sowie Anrichten aber ab dann wird´s schwierig: Fotografieren oder gar irgendwelche Foto-Sets aufbauen ist nicht meins. Da fehlen mir die Ideen und die Kreativität. Ich kann einfach nur draufhalten und abdrücken. Die kreativen Fotos, die vielleicht auch etwas „erzählen“ stammen aus der „Feder“ des Pfeifhäschens.

    Allerdings frage ich mich bei machnchen angeblichen Foodblogs ob sie nicht besser als Fotoblog bezeichnet werden sollten. Also wenn in Folge fünf bis sieben nahezu gleiche Fotos von dem gebackenen Kuchen im Beitrag gezeigt werden, habe ich schon so ein bischen den Eindruck das da die, meist weibliche Fotografin doch sehr selbstverliebt in ihr Arangement ist. Food scheint da nur die Nebenrolle zu spielen. Ich persönlich habe da an einen Foodblog etwas andere Erwartungen…

    Das schöne ist, das, das jeder auf seinem Blog selbst entscheiden kann! Und das ist gut so! Nochmals vielen Dank für diesen interessanten Beitrag!

    Liebe Grüße
    Mario

    Gefällt mir

    1. Hallo lieber Mario,
      Da schreibst du was richtiges. Viele sind eher grandios gemachte Fotoblogs, vor denen ich den Hut ziehe.

      Wie deine Vorrednerin Sina schon treffend bemerkt hat, kann das zu Frustration führen, wenn nachgekocht wird und es dann nicht so aussieht oder nicht so gut schmeckt.

      ich halte auch immer die Luft an, wenn jemand was nach kocht. Aber bis jetzt sich noch niemand beschwert. 😉 Ich möchte auch, dass die Leute improvisieren oder inspiriert werden.

      Bei dir ist der Focus auch stark auf Techniken, die immer super sind. Trotzdem, das Auge isst mit. Ich versuche den Mittelweg zu finden, denn wie heißt es in der Werbung so schön „pictures travel, words don’t“.

      In diesem Sinne, fröhliches weiterkochen, schönes Wochenende und liebe Grüße an Barbara.

      Cornelia

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  8. Liebe Cornelia,

    ganz neu- gierig habe ich deinen Artikel gelesen, um mit freudiger Überraschung und sogar ein wenig beschämt auch auf die Erwähnung meines Blogs zu stoßen. Von einer eigenen Bildsprache, ja selbst von einer klaren Linie bin ich ja Lichtjahre entfernt. Er ist mein Experimentierfeld, meine neue Spielwiese 😉

    Bei dem vielen Essen und Rezepten in den Foodblogs kommt es mir in erster Linie darauf an, ob ich mir den Geschmack vorstellen kann. Das Aussehen ist ein schöner Nebeneffekt. Denn ein perfektes Foto mit einer schön angerichteten Speise garantiert lange keinen Gaumengenuss. Wer mag schon auf Haarspray beißen 😉 Andererseits ist ein stimmiger Dreiklang von Rezept, optischer Darstellung und Text die Krönung eines jeden Blogs und wenn dann noch ein bestimmtes Thema verfolgt wird, so wie hier bei dir, dann fesselt mich das doch noch mehr.

    Ich finde übrigens, dass die kleinen Digitalkameras und die Smartphonekameras sehr gute Aufnahmen machen. Licht und Perspektive sind wohl die wesentlichen Zutaten sowie die Idee einer „Visual Signatur“. Ich nehme mir deine Worte gerne zu Herzen und schaue, wie ich sie für mich umsetzen kann.

    Liebe Grüße
    Wiltrud

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Wiltrud, danke für deinen Kommentar.

      Dafür dass du noch experimentierst, bist du doch schon ganz schön weit gekommen. Bei dir wächst die Gemeinde und die Kommentare doch enorm. Das mit dem beschriebenem „Dreiklang“ trifft es schon sehr gut.
      Wenn ich „Rambutan, Granantapfel und Orangenblüte“ lese geht bei mir sofort das Kopfkino an. Märchenhafte Rezepte aus 1000 und einer Nacht. Vielleicht ist das eine Idee für deine „Visual Signature“. Ich sehe irgendwie Samt, dunkelrot (wie der Granantapfel und die Rambutan) und viel Nähe, opulenz und Wärme…nur so als Gefühl.

      Liebe Grüße Cornelia.

      PS: ich hoffe, ich bin niemandem zu Nahe getreten. Kritisiert werden nur die Amateurkochfotos am Ende des Beitrags. Die sind wirklich lustig….

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      1. Danke, iebe Cornelia, für diese Rückmeldung mit guten Tipps.
        Ich möchte noch einmal in mich gehen, zurück zu dem Ursprung, der mich hier in die Bloglandschaft geführt hat und die eigentliche Idee, die ich für diesen Blog hatte. Die Rezepte aus 1000 und einer Nacht sind ja eigentlich nur die eine von grundsätzlich vier Welten, die in „meiner“ Küche zusammenfanden. Indonesien, Iran, Sizilien und die alte ostpreussische Tradition beeinflussten mich…. opulenz und Wärme passen wohl zu allen vieren 😉 Dunkelroter Samt kann ein guter Anfang werden… und mir bist du auf keinen Fall zu Nahe gekommen. Mir helfen deine Gedanken. Danke dafür. Wiltrud

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  9. Liebe Cornelia, auch ich danke für den tollen Beitrag. Das Tolle an Deinen Beiträgen ist, das Du erfrischend beides vereinst: Deine Dänemark Begeisterung, Deine Kreativität beim Kochen und Beleuchten, also eine gute Berichterstattung mit tollen Fotos der leckeren Gerichte. Wer Deine Vita gelesen hat in der Rubrik „Über Mich“, muss sich nicht wundern über Deine Kreativität. Da bist du Profi durch und durch. 😉 liebe Grüße von Johannes F.G.

    Gefällt 1 Person

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