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Der Liebster – oder Lieber-nicht-Award? 11 von 33 Fragen, die ich endlich beantworte

Bei mir war längere Zeit Blog-Pause. Das hat zwei Gründe: Für sonnige und schöne Food-Fotos ist das Licht zu schlecht, mal ganz abgesehen davon, dass das Boot im Winterlager in der Halle liegt. Außerdem tut etwas Abstand mal ganz gut. Ein Segel-Rezept gibt es heute nicht.

Schöne Aussichten 2017 Der segel-Koch-Blog Die See kocht

Warten auf besseres Licht. „Die See kocht“ in der Winterpause

Nutze ich die dunkle Zeit, um etwas zu erledigen, was schon viel zu lange liegen geblieben ist. Nein, es ist nicht die Steuererklärung. Das latente Bauchgrummeln ist dennoch ähnlich. Es geht um den sogenannten Liebster-Award.

Was ist der Liebster Award? Wer bekommt ihn?

Dieser „liebste“ Award geistert schon lange durchs Netz. Jeder Blogger ist irgendwann mal dran. Natürlich freut einen die Nominierung: „Toll, ein Award! Was ich mache gefällt, fällt auf, wird gelesen und jemand will mehr erfahren“. Im Prinzip eine sehr gute Sache und alles super. Oder etwa nicht?

Discover new Blogs. Liebster Award für Die See kocht

Nebel des Grauens: Der Liebster Award- ist schon lange auf meiner to-do Liste

Der Liebster Award: Was sind die Regeln?

Beim Liebster Award geht es darum, neue Blogs bekannter zu machen und vorzustellen. Eine schöne Idee, die Spielregeln sind auf den ersten Blick einfach:

Beantworte elf Fragen des Bloggers, der dich nominiert hat. Bedanke dich und verlinke diesen Blog. Nominiere selbst weitere bis zu elf! Blogs, die noch weniger als 200 Follower haben. Stelle diesen Bloggern elf neue Fragen. Klingt einfach, ist es aber nicht.

Prost und Hoch die Tassen. Die See kocht.

Juhu, ich wurde nominiert! Darauf mal anstoßen…

Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Der Liebster-Award ist auch ein Kettenbrief.

Ich wurde in den letzten Jahren dreimal nominiert. Ganz klar, über jede Nominierung habe ich mich gefreut. Trotzdem hat die Sache einen Haken. Die Recherche nach neuen, noch „liebsterlosen“ Blogs gestaltete sich sehr aufwändig. Denn es musste herausgefunden werden:

  • Welcher Blog hat weniger als 200 Follower?
  • Wie wird das überhaupt gezählt?
  • Wo finde ich die Blogs?
  • Wie weiß ich, ob nicht schon längst eine Nominierung vorhanden war?
  • Will derjenige nominiert werden?
  • Wer ist der Ansprechpartner?
  • Oder hat er schon längst anderweitig abgesagt?

Ohne anzufragen wollte ich niemanden nominieren. Über die Erfahrungen mit dem Thema gibt es unter diesem Link bei Simone einen ausführlichen Beitrag. Aus den oben aufgezählten Gründen rekrutiere ich auch nicht neu.

Trotzdem schulde ich den drei lieben Bloggern, die mich in der Vergangenheit nominiert haben, noch die Antwort. Aus ihren insgesamt 33 Fragen habe ich mir die heraus gesucht, die mir am besten gefallen haben, und die für meine Leser interessant sein könnten.

Tischlein deck dich. Die See kocht in Dänemark

Schön: Gleich drei Blogger haben meinen Segel-Food-Blog nominiert

Die erste Nominierung stammt von Nane und Dirk von „ Der letzten Crew“. Auf ihrem Segel-Blog gibt es ebenfalls die Rubrik Bordküche mit Fokus auf  Türkische- und Mittelmeerküche. Die letzte Crew segelt hauptsächlich in der Türkei und Griechenland.

Die zweite Einladung kam von der sympathischen Foodbloggerin Wiltrud. Unter dem Motto „Mmh, Mama kocht…“ betreibt sie ihren Blog „Rambutan, Granatapfel Orangenblüte“. Mit Wili kann man sich wunderbar in den Kommentaren austauschen.

Die dritte Ernennung erhielt ich von Martina von „Elbkind on Tour“. Sie betreibt einen persönlichen Segelblog mit Fokus auf Dänemark. Martina liegt im Nachbarhafen. Über das Bloggen haben wir uns kennengelernt und getroffen, was sowieso immer das beste ist.

Essen und trinken an Bord. Segel-Blog. Die See kocht

Und hier geht es zu meinen 11 Fragen, ganz wild gemischt:
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Food Blog Award 2016. And the Winner is: „Die See kocht“

Zwei Nachrichten haben meine Blog-Planung im Oktober durcheinander gewirbelt. Die schlechte Nachricht zuerst. Wir sind viel zu spät dran, um unser kleines, gerade mal sieben Meter langes Boot zurück in die Schlei zu segeln. Ein Versuch ab Sonderborg ist vorgestern grandios gescheitert. Viel zu stürmisches Herbstwetter, bei 5 Bft und Wellen keine Chance. Vor allem nicht bei Regen und 10 Grad. Der phantastische September hatte uns wohl vorgegaukelt, dass der Sommer noch endlos weitergeht. So übel kann man sich täuschen.

"Die See kocht" in Dänemark Herbst 2016

Den Wetter-Slot verpasst. Kälte und Wind an der Ostsee.

Schuld ist aber auch eine gute Nachricht. Vor zwei Wochen erreichte mich -noch direkt auf dem Wasser – die Nachricht, dass ich für den Food-Blog Award 2016 nominiert bin.

Das bedeutete: Ein langes Wochenende zur Preisverleihung in Berlin.

Landgang: Der Food Blog Award 2016 in Berlin

Der #FBA16 ist einer der größten Blog-Awards im deutschsprachigen Raum. Für neun Kategorien konnte eingereicht werden. 27 Blogs wurden aus Hunderten von Einreichungen ausgewählt. Jeder der Nominierten durfte sich als Sieger fühlen. Beworben hatte ich mich für die Kategorie Food und Travel. Was sonst?

Grand Hyatt potsdamer Platz

Nicht so meins. Berlin und das Häusermeer am Potsdamer Platz vom Hyatt aus gesehen

Also ging es für drei Tage nach Berlin, ins Grand Hyatt am Potsdamer Platz. Der sogenannte „Potsdamer Platz“ ist für mich das Gegenteil von meinem geliebten „Barefoot Living“ Gefühl und ein Musterbeispiel einer misslungenen Stadtplanung. Aber ich gestehe, Berlin und ich werden wohl nie mehr Freunde.

Lost in Translation: Das Grand Hyatt in Berlin

Trotzdem, oder gerade deshalb ist das Grand Hyatt eine Oase. Hier gibt es echtes „Lost in Translation“ Gefühl. 5 Sterne Perfektion, Design, Service, Anonymität. Für Cineasten: Lost in Translation spielt im Hyatt in Tokio. Das Grand Hyatt in Berlin, vor allem das Spa auf dem Dach, fühlt sich ähnlich an. Doch leider bin ich nicht Scarlett Johansson und Bill Murray habe ich auch nicht getroffen.

Grand Hyatt Berlin Food Blog Award 2016

„Lost in Translation“ Gefühl: Das Grand Hyatt in Berlin

Mehr als eine Kaffeefahrt: Zwei Tage mit dem Foodblog Award durch Berlin

Es wurden drei spannende Tage. Am Donnerstag Abend gab es das „Warm up“, wo sich die Blogger vorab beschnuppern durften. Am Freitag wurde das Prgramm mit einem Ausflug in die Feinkostabteilung des KaDeWe gestartet. Immer wieder beeindruckend, vor allem wenn man etwas über die enorme Logistik dahinter erfährt. Im KaDeWe konnten alle bei einem Pralinenworkshop teilnehmen. Sehr professionell und mit Leidenschaft geführt von den Mitarbeitern der Lauenstein Confiserie.

Beim anschließenden Besuch bei „Kahla, Porzellan für die Sinne“ ging es um das Thema Nachhaltigkeit. Allein in Deutschland wandern stündlich über 300.000 Kaffee To-Go-Becher in den Müll. Lifestyle Irrsinn, dank Starbucks und Co. Mit dem Thema Plastikmüll-Vermeidung auf Booten habe ich mich bereits intensiv auseinandergesetzt. Die Designer von Kahla haben den ersten rutschfesten und schönen To-Go Becher entwickelt. Er wird demnächst noch auf Bootstauglichkeit getestet.

Abends folgte ein 3-Gang Menü im Gourmet-Liner. Großes Kompliment an die Küche. Es gelang, für über 30 Personen ein reguläres und ein veganes Menü auf den Punkt zu servieren. Ganz großes Lob auch an den Reiseleiter mit seiner Berliner Schnauze. Hat mir Spass gemacht.

Am nächsten Tag durfte bei Warendorf zusammen mit dem Partner Dole und anderen „gebattelt“ werden. Das Thema war orientalischer Salat. Die bezaubernden Weinköniginnen von der Mosel haben unsere Gläser nicht leer werden lassen.

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Die Weinköniginnen von der Mosel waren entzückend

Wachbleiben mit Melitta Espresso Food Blog Award 2016

Etliche Melitta Espresso halfen wachen zu bleiben

Die Preisverleihung

Abends war es dann endlich soweit. Die Preisverleihung ging zügig voran. Die Preise in den neun Kategorien waren schnell vergeben, nur ich hatte noch keinen. Warum war ich hier?

Aufklärung lieferte das Jury Mitglied Ralf Zacherl. Er betrat die Bühne und fing an über einen außergewöhnlichen Blog zu referieren. Das musste dann wohl meiner sein. Auch wenn in den Rezepten als absolutes „no-go“ Brühwürfel verwendet werden (so Zacherl), sei er immer weiter hinabgetaucht. Der Blog habe ihn und die Jury begeistert und mit auf die Reise genommen. So durfte ich als Gewinnerin des Sonderpreises die Bühne entern.

Die See Kocht Sieger 2016 Foodblog Award

Passt das Outfit? Selfie vorm Spiegel. Nach der Preisverleihung: Erleichterung

Im persönlichen Gespräch hat er mir hinterher bestätigt, dass er nach dem Lesen spontan die Lust verspürt hätte, auch mal die Perfektion hinter sich zu lassen, und sich irgendwo hin treiben zu lassen.

Wenn ich das mit meinem Blog bewirke, habe ich das wichtigste meiner Ziele erreicht. Es geht mir nicht um „mein Haus, mein Auto, meine Yacht“, sondern um Down-Sizing, Nachhaltigkeit, bewusstes Umgehen mit der Umwelt und den Ressourcen. Beim Segeln lerne ich Achtsamkeit. Hier wird, wie schon vor Jahrtausenden, nur die Windkraft genutzt. Mit dem Blog möchte ich jüngere Menschen für den Segel-,Wasser-, oder Outdoorsport begeistern. Jeder is(s)t doch am liebsten am oder auf dem Wasser. Vor allem wenn es dabei auch noch gut schmeckt. 😉

Grand Hyatt Berlin Victorinox Koffer Food Blog Award

Der Victorinox Koffer für Dubai ist gepackt. Dorthin geht es demnächst.

Was ich sonst noch mitgenommen habe? Viele neue Kontakte zu den unterschiedlichsten Bloggern. Alle brennen für ihre Themen.

PS: Die Kategorie Food &Travel hat letztlich die phantastische Claudia von „Dinner um acht“ gewonnen. Absolut verdient, wie ich finde. Claudia ist eine echte Foodhunterin.

Aber auch Saskia von Dee´s Küche, als Newcomerin, Evi von Green Evi, die Foodtuberin und Bloggerin Franzelli, Ina von Ina isst und viele andere sind leidenschaftliche Blogger. Die vollständige Liste aller Teilnehmer findet ihr:

food-blog-award.de/teilnehmer/sieger2016/

Beeindruckt hat mich außerdem die zweite Claudia, die Gewinnerin des Sonderpreises von 2015. Sie bloggt auf „Geschmeidige Köstlichkeiten“ seit 2012 Rezepte für barrierefreie Speisen für Menschen mit Kau- und Schluckstörungen. Claudia war in Berlin wieder dabei. Eine beeindruckende Persönlichkeit, wie ich finde.

Bitte habt Verständnis, dass ich ausnahmsweise die Partner nenne. Veranstaltungen leben von den Sponsoren. Alle haben sich irre viel Mühe gegeben und uns ein perfektes Wochenende beschert. Dank auch die Jury, sowie an Jens, Franz, Günter und alle anderen von Connecting Companies. Die vollständige Liste aller Partner gibt es hier.

Die See kocht ist zurück in Hamburg

Und zurück in der „schönsten Stadt der Welt“: Hamburg!

Und jetzt müssen wir auf die Ostsee, endlich das Boot retten. Wenn wir heil zurückkommen, gibt es demnächst wieder Rezepte für kalte Tage und echtes Bootsfeeling. In der besinnlichen und kalten Jahreszeit ist reichlich Zeit über das Bloggen, die Blogs und die Blogger zu reflektieren. Wohin geht die Reise? Kann ich mit einem Blog erfolgreich werden? Möchte ich das überhaupt? Es bleibt spannend. Der Kurs ist gesteckt. Ahoi.

Food Blog Award 2016 Sonderpreis für "Die See kocht"

Das hätte ich vor zweieinhalb Jahren nicht gedacht.