Tom Kha Gung – Thailändisch für Anfänger

Die „Tom Kha Gung“ ist die feine Shrimp-Variante, der hierzulande sehr beliebten „Tom Kha Gai“. Sie ist perfekt für die Festtage geeignet, weil sie leicht ist und nicht belastet. Zubereitet wird die Suppe nach dem bewährten Thai-Baukastenprinzip. Die Hauptzutaten und die Zubereitungsart sind schon im Namen enthalten:
Tom= gekocht / Kha=Galgantwurzel / Gung=Shrimp. Die „Tom Kha Gai“ wird mit Huhn=Gai zubereitet.
Die Galgantwurzel ist der wichtigste Bestandteil der Suppe. Diese Wurzel hat einen so speziellen Geschmack, dass er sich nur schwer beschreiben lässt. Mein erstes „Tom Kha“ Erlebnis habe ich so in Worte gefasst: „Ich habe soeben mein Erkältungsbad ausgelöffelt“.

Segelrezept Thai Suppe Tom Kha

Tiger Prawns mal ganz exotisch und ohne Cocktailsauce

Notfalls könnt ihr Galgant auch durch frischen Ingwer ersetzen, aber es wird dann eben keine echte „Tom Kha“ mehr. Um den wirklich authentischen Geschmack herzustellen, muss – auch wenn es erstmal ungewohnt erscheint – westliches Koch-Know-How über Bord geworfen werden. Bei dieser Suppe wird nichts gebrutzelt oder stundenlang gekocht. Anstelle von Salz wird Fischsauce verwendet und außer der Kokosmilch braucht es kein zusätzliches Fett. Das Ergebnis ist sehr aromatisch und wärmt schön von innen.

Für zwei Personen (als große Tom Kha Suppe) benötigt ihr folgende Zutaten:

  • 500 ml Hühner- oder Gemüsebrühe, Instant oder selbstgemacht
  • 1 Dose Kokosmilch (400ml)
  • 1 daumengroßes Stück Galgantwurzel, in Scheiben geschnitten (notfalls Ingwer, das ist aber nicht dasselbe)
  • 3 Stängel Zitronengras
  • 1-2 Limetten
  • 1 rote Chili, geschnitten (mittelscharf oder je nach Toleranz)
  • 4 Kaffirlimettenblätter, getrocknet (optional)
  • 4-6  El Fischsauce
  • 1 El Zucker
  • 1 Schalotte, gestiftelt, und/oder Frühlingszwiebel
  • 2 große Tiger-Prawns, Wildfang, ohne Kopf, etwa 70g pro Stück
  • Eine Handvoll Pilze (Champignons, alternativ Kräuterseitlinge, Austernpilze, Shitake) geviertelt
  • 1 kleine Aubergine (optional) in Stücke oder Scheiben geschnitten
  • Ein paar Stängel Korianderblätter, gezupft

Die Zubereitung der Tom Kha geht sehr schnell:


Shrimps vorbereiten: Die Shrimps abwaschen. Falls noch vorhanden, den Kopf abdrehen. Den Darm aus den Shrimps herausziehen. Wer möchte, kann die Burschen auch schon bis auf die Schwanzflosse pellen. Tipp: In diesem Fall die Schalen bitte mitkochen und später entfernen.
Vom Zitronengras die äußerste Schicht abpellen, das lange trockene Ende abschneiden und Beiseite legen. Die dicken, saftigen Enden in etwa 4 cm lange Stücke schneiden und mit schwerem Gegenstand platt klopfen. Dadurch wird mehr Aroma freigesetzt. Korianderblätter waschen und grob zupfen.


In einem mittleren Topf die Brühe mit der Kokosmilch aufkochen lassen. Schalotte, Zucker,  Zitronengras, Galgant und die Limettenblätter dazugeben. Die Aubergine (optional) ebenfalls. Bei kleinerer Hitze etwa 10 min köcheln lassen. Die Champignons kommen etwas später dran, sie sollen nicht weich werden.
Zum Schluss die Shrimps jeweils auf ein langes Stück Zitronengras aufspießen und auf die Suppe legen. Deckel drauf, die Shrimps nach 1-2 Minuten wenden. Wenn sie schön rosig sind, mit Fischsauce, dem Limettensaft und eventuell noch etwas Zucker abschmecken. Je nach Größe der Shrimps, dauert das Garen maximal 3-4 Minuten.
Etwas Limettensaft und  frischen Chili in tiefe Teller/Schalen füllen, die Suppe darüber schöpfen und mit dem Shrimp-Spieß und den Korianderblättern garnieren.

Wahrschau: Galgant, Zitronengras und Kaffirlimettenblätter werden mitserviert, aber nicht mitgegessen!

Wer es schärfer mag kann sich noch eine Würzsoße „Prik Nam Pla“ herstellen. Das Rezept gibt es hier.

Beilage: Jasminreis, separat dazu reichen.

Segelrezept Thai Suppe Tom Kha

Smutjes Notproviant: Aus der Tüte!

Tipp: Ganz zur Not, falls Galgant und Zitronengras nicht verfügbar sind, kann diese Suppe auch mit fertiger „Tom Kha“ oder roter Curry Paste aus dem Asia-Markt gemacht werden. Trotzdem dann nur die Hälfte der Paste verwenden und lieber etwas mehr Limettensaft dazugeben. Galgant lässt sich übrigens auch sehr gut einfrieren.

6 Kommentare

    1. Oh wie toll, ein halbes Jahr Thailand. Und Hühnchen geht auch immer. Gerade wenn man an den Shrimps Farmen vorbeifährt…Ich nehme deshalb nur noch Wildfang, wobei die auch nicht PC sind, wg. Beifang etc. Liebe Grüße Cornelia

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      1. Ich hab in Indonesien mal eineinhalb Jahre 2 km von der (damals) größten Shrimps Farm der Welt gelebt…seitdem bin ich nimmer sooo scharf auf die Viecher 😉
        Immer Wildfang, wenn es irgendwie zu bekommen ist (Daumen hoch!)
        Cheers
        Tom

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      2. Nee, das nicht 🙂 aber dort bekam ich damals das Kilo für 50 Pfennige…und nach meiner Rückkehr hingen mir die Shrimps für ein gutes Jahrzehnt zum Hals raus..;-)

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