Grüner wird’s nicht – Wilder Spargel und frische Erbsen

Ende Mai/Anfang Juni ist die Zeit für junges Gemüse. Ich kann mich dann am jungen Grün einfach nicht satt sehen. Mit dem Sattessen verhält es sich proportional ähnlich. So habe ich diesmal Wilden Spargel und Frische Erbsen für die Proviantkiste eingekauft, die beiden sahen einfach zu verlockend aus.

Segelrezepte Wilder Spargel

Hat heute Premiere – Wilder Spargel

Eine Info sei vorweg genommen: Der Wilde Spargel ist gar kein echter Spargel, sondern nur der Handelsname für den gezüchteten Pyrenäen-Milchstern, ein Hyazinthengewächs. Geschmacklich und optisch erinnert er eher an junge grüne Weizenähren.

Wie auch immer, die grünen Stängelchen sind jedenfalls zart und fein, sie müssen nicht geschält, sondern nur gewaschen werden. Die Enden abschneiden oder die Spargel-Knickprobe an der holzfreien Stelle vornehmen.

Zusätzlich zum wilden Spargel habe ich frische Erbsen gebunkert. Sie sind so knackig und grün wie der Frühling selbst. Anfang Juni haben die Burschen aus heimischem Anbau Saison. Praktischerweise kommen Erbsen mit ihrer eigenen Verpackung. Die Schoten können – in ein feuchtes Tuch gewickelt – einige Tage an einer kühlen Stelle an Bord aufbewahrt werden. Lasst sie unbedingt noch in ihrer Umhüllung. Dann brauchen sie zwar mehr Stauraum, aber angenabelt an ihre Schutzhülle bleiben sie einfach länger frisch.

Frische Erbsen bedeuten etwas Zeitaufwand, bis die ca. 6-8 Erbsen aus der Hülse gepult sind. Der frische zuckersüße Geschmack belohnt den ganzen Aufwand. Für Erbsenzähler: 500 Gramm Schoten ergeben zwischen 150- 200 Gramm Erbsen.

Und hier geht es zur Zubereitung:

Zutaten für 2 Personen als Risotto

Werkzeuge: Mittlerer Topf, kleine Pfanne, Messer, Sieb, Schüssel

 

Das Risotto nach dem Grundrezept zubereiten. Wenn der Reis abgelöscht ist und vor sich hin gart, den geschnittenen Spargel und die gepulten Erbsen in der kleinen Pfanne 2-3 Minuten in Butter braten. Salzen und Pfeffern. Wer mag, kann noch mit einem Hauch Zucker glacieren, das verstärkt die natürliche Süße der Erbsen. Gemüse vom Feuer nehmen. Wenn das Risotto fast fertig ist, Gemüse zusammen mit dem geriebenen Parmesan untermischen. Mit glatter Petersilie bestreuen. Fertig.

Können Kapitäne meutern?

Soweit die vegetarische Version, die beinahe zu der Meuterei auf der Waarschip geführt hätte. Da Kapitäne aber nicht meutern, sondern nur die Mannschaft inklusive Smutje austauschen können, habe ich schnell noch etwas mit Fleisch hinzu improvisiert. In diesem Fall waren es kleine Salsiccia mit Peperoncino. Diese habe ich aufgeschnitten und in der kleinen Pfanne kross angebraten. Ganz zum Schluss habe ich etwas Honig darüber geschmolzen und die krossen Scheiben mit Rosmarin bestreut. Die scharfen Würstchen und das milde Risotto haben zusammen ein schönes kontrastreiches Abendessen ergeben.

Weinempfehlung: Zu diesem kontrastreichen Essen gab es einen David Moreno Rosado 2013 aus dem Rioja. Dieser „Clarete“ (ein sehr blasser Rosewein) aus 50 % Garnacha und 50 % Viura, stammt aus der Gegend um Bajo und Alto Najerilla. Er ist aufgrund seiner Frische und dem intensiven Aroma von Waldfrüchten ein sehr origineller Wein. Prost.

Rosado aus dem Rioja

Von wegen Himbeerbonbon – klar, kalt und frisch: Der David Moreno Rosado 2013

5 Kommentare

  1. Klasse – danke! gestern gab es bei uns grünen Spargel im Speckpäckchen. Das passt auch zu der von Kathrin Köhler empfohlenen LCHF Diät.

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