Landgang in SPO – wenn, dann aber richtig – auch kulinarisch

Falls euch in der segelfreien Zeit auch die Sehnsucht nach dem Meer überkommt, dann ist „SPO“ die richtige Therapie. Der angesagte Ort an der Nordseeküste, früher auch bekannt als „St. Peter Ording“, ist schnell von Hamburg aus zu erreichen, ohne lästige Staus oder den Autozug.

SPO Mondlandschaft Segeln Kochen und Meer

Endlose Kilometer am Strand. Im Januar mit Glück sogar mit Neuschnee.

Auf der Sandbank gibt es einen Meerblick, fast weiter als das Auge reicht. Nur hier, am endlos weiten Strand, habe ich das Gefühl, die Erdkrümmung wirklich sehen zu können – vielleicht ist das aber auch nur Einbildung.

Sankt Peter Ording – im Winter ein perfektes Reiseziel

Beeindruckend sind die Weite und der endlose Horizont allemal. Die weltberühmten Pfahlbauten verstärken den surrealen Eindruck. Hat mich etwa jemand auf den Mond oder in die Star Wars Kulisse gebeamt?

Seit einigen Jahren haben die Stelzenhäuser erfreulicherweise auch wieder die Funktion, dem Strandwanderer als kulinarischer Wegweiser zu dienen.

SPO Arche Noah SPO Segeln Kochen und Meer

Einmalige Lage und im Winter geöffnet. Die Arche Noah.

In SPO wurde der Mief der 70iger gründlich abgeschüttelt

Während es früher schwer war, einen tollen Strandtag gastronomisch gut ausklingen zu lassen, hat sich in den letzten Jahren einiges getan.

Es gibt neue durchgestylte Beach Hotels, Wellness und Spa Angebote, aber auch frische Gastronomie Konzepte. Sie machen SPO endlich zu einem rundum gelungenen Reiseziel. Und sogar mitten im Januar werden die Bürgersteige nicht mehr um 17.30 Uhr hochgeklappt. Im Gegenteil, die neuen Hotels sind fast alle restlos ausgebucht.

Und hier geht es zu den kulinarischen Entdeckungen:

Fieses fettiges Essen und Friteusenaroma sind in SPO zum Glück abgemeldet. Es macht wieder richtig Spaß, dort kulinarisch auf Wanderschaft zu gehen. 16 km sind da schnell geschafft, was sich auch positiv auf den Appetit auswirkt.

Da die Geschmäcker verschieden sind und ein Koch oder Kellner auch mal einen schlechten Tag haben kann, will ich auch nicht ein Restaurant speziell empfehlen oder in die Pfanne hauen. Meine Eindrücke  sind subjektiv. Einen guten Überblick über alle Restaurants und Öffnungszeiten gibt es auf der Website von SPO.

Wir haben folgende Lokale besucht: das „Esszimmer“ im Hotel Zweite Heimat. Es liegt direkt an der Strandzufahrt. Den zentralen Anlaufpunkt und Klassiker “Die Insel“, die einmalig gelegene „Arche Noah“, zur Zeit das einzige geöffnete Pfahlbauten Restaurant und das lässige [dii:ke] Restaurant im Beach Motel. Geschlossen waren 54° Nord, Silbermöwe und Strandhütte. Die haben im Winter nasse Füße, bei Sturm sowieso.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Gastronomie zwar noch nicht die Größe des Strandes erreicht hat, aber SPO ist auf einem guten Weg. Ein Wochenende im Februar ist für Menschen mit Meeresentzug aus therapeutischen Gründen unbedingt zu verschreiben.

Hier geht es zum Update Sankt Peter Ording Februar 2016

Anfang Februar 2016 ist das zentrale „Gosch“ geöffnet. Zum Glück, denn gerade bei schlechtem Wetter ist dieses Original ein zentraler Treffpunkt. Auch wenn viele meckern: Ich finde das Essen ok. Es gibt frischen Fisch, Suppen und Meeresgetier zu zivilen Preisen und mit Selbstbedienung. Dazu den tollen Blick auf das Meer, Getränke und gute Laune. Mehr kann ich von Systemgastronomie nicht erwarten. Ich mag das Gosch.

Das Esszimmer im Hotel „Zweite Heimat“ ist zum Glück nicht mehr im Sous-Vide Fieber. Die Gerichte sind klarer geworden, es wird wieder richtig gekocht. Das kommt dem Geschmack der Produkte entgegen. Mehr als ordentlich. Das Hotel kann ich nur empfehlen. „Zweite Heimat“, der Name ist Programm. Tolles Konzept, Ambiente und Leute. Da es am Wochenende sehr gebucht ist, empfehle ich es unter der Woche zu versuchen. Dann ist es noch persönlicher.

Das [dii:ke] im Beach Motel nebenan, bleibt die lässige und preiswertere Alternative. Hier gibt es gute Pizzen. Am Wochenende unbedingt reservieren.

Aktuelles gibt es auf der neuen Website von SPO. Dass hier ein frischer Wind weht, zeigt der schöne Auftritt.

SPO Pfahlbau Sonnenuntergang, Strand, Seglen Kiten

Sonnenuntergang vor typischer Kulisse. Im Winter fast noch schöner als im Sommer.

6 Kommentare

    1. Hallo Steffi, vielen Dank. Dein Blog ist aber auch sehr schön, den kannte ich noch nicht. Werde ich gleich mal auf neue Ziele in der Nähe durchstöbern und abonnieren. Liebe Grüße Cornelia

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  1. Liebe Bloggerin Cornelia, obwohl ich selten die Nordsee bereist habe, kann ich bei diesen wunderschönen Fotos Deine Leidenschaft für die Landschaft an der Küste sehen. Die Fotos sind ein Traum und Ihr wart mittendrin. Danke für die Freude. Man kriegt Sehnsucht nach dem Sonnenuntergang. Johannes F.G.

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    1. Lieber Johannes, danke für das Kompliment. Ja mir hat es wirklich gut gefallen dort oben. Das verkürzt die Zeit, bis das Boot endlich wieder ins Wasser kommt.
      LG Cornelia

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  2. Wie traumhaft schön, die Fotos! Ich war selbst mal vor Urzeiten vom Frühjahr bis Herbst auf Juist zum Kochen lernen mit meiner- twin sister H.R. im Hotel Friesenhof. Man nannte es Koch Eleven. Wir machten abends stundenlange Spaziergänge am Strand. Da kommt jetzt eine heimliche Sehnsucht wieder hoch . Juist ist die längste der ostfriesichen Inseln , und am einen Ende der Insel sahen wir leibhaftige Robben . Und eines nachts sogar erlebten wir Meeresleuchten,und schwammen phosphor- glitzernd in sachter Dünung .Danke für das Wachkitzeln meiner Memories.
    L.G. die twin sister I.

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    1. Das hört sich traumhaft an. Auf Juist war ich noch nie. Ich habe gerade Koch 11, gelesen. Wie Oceans Eleven. Aber das kommt vermutlich daher, dass das schöne Wort Eleve in der deutschen Sprache nur noch selten gehört wird. 😉

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