Es hackt weiter: Mit der perfekten Boots – Bolognese

Mit selbstgemachtem Hackfleisch darf es auf dem Boot gerne mal ein „Ragù“  – so nennen Italiener die Bolognese Sauce – sein. Ich mache es auf dem Boot dann, wenn ein einzelnes Stück Fleisch übrigbleibt, oder wir Lust auf was warmes und deftiges haben. Die meisten anderen Zutaten haben wir sowieso in der Proviantkiste dabei.

Zutaten für 2 Personen:

  • 250 Gramm Rinderhack (selbstgemacht)
  • 1 mittlere Zwiebel oder große Schalotte
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1-2 Möhren
  • 1 Stange Staudensellerie
  • 1 EL ÖL
  • 1 EL Butter
  • 1 TL Zucker
  • 1 Eßlöffel Tomatenmark
  • 1 Lorbeerblatt
  • Frische Kräuter z.B. glatte Petersilie, Oregano oder Basilikum
  • frisch gemahlener Pfeffer, Muskatnuss, Meersalz
  • Eine 1 cm dicke Scheibe Südtiroler Speck
  • 1 kleine Dose Tomaten (oder 4-5 frische Tomaten)
  • 1 kleines Glas Rotwein (alternativ Weißwein, oder alkoholfrei ein Schuss Aceto Balsamico)
  • 0,2l Rinderbrühe (aus Würfel oder Fond)
  • 1 Schuss Vollmilch (oder Sahne)
  • Parmesankäse oder anderer Hartkäse

Werkzeuge: Nudeltopf, tiefe Pfanne, Messer, Reibe

Hier geht es zur Zubereitung:

Die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln. Möhren schälen, Sellerie waschen und ebenfalls in feine Würfel schneiden. 1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, das Gemüse bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten braten. Herausnehmen, leicht salzen und pfeffern. Beiseite stellen.

Jetzt das selbstgemachte Hack dazugeben und bei starker Hitze so lange anbraten, bis sich schöne Röstaromen gebildet haben (etwa nach 15 Minuten). Das Fleisch dabei mit dem Kochlöffel schön zerkrümeln. Etwa nach 10 Minuten den gewürfelten Speck dazugeben und noch 5 Minuten weiter braten. Mit einer Prise Zucker würzen, Tomatenmark unterrühren und unter Rühren kurz anbraten. Dann das gebratene Gemüse wieder dazugeben.

Dosentomaten mit Flüssigkeit und Wein hinzufügen und unter Rühren die Flüssigkeit eindampfen. Die angesetzte Brühe zugießen und bei kleinem Feuer noch mindestens eine Stunde schmoren lassen (Je nach Hunger und Geduld). Gelegentlich umrühren, bei Bedarf noch etwas Flüssigkeit (Brühe oder Wein) dazugießen. Nicht anbrennen lassen.

Nudeln aufsetzen, nach Anweisung al dente kochen, abgießen und bereit halten.

Kurz vor Schluss die Kräuter dazugeben und noch einen Schuss Sahne dazugießen – dadurch wird die Soße weicher und milder. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Die Nudeln unter die Sauce mischen. Mit Parmesan und einem Stück Butter servieren.

Übrigens: Italiener verwenden niemals Spaghetti zur Bolognese, denn die Fleischstückchen haften nicht an den dünnen Nudeln. Das „Ragù“, wie Italiener die Sauce nennen, würde sich nur unten im Teller versammeln. In Italien verwendet man breite flache Bandnudeln, wie beispielsweise Tagliatelle oder Fettucine. Zumindest eine flache Sorte solltet ihr auf dem Boot haben.

Spaghetti Bolognese findet man in Italien überhaupt nicht auf der Speisekarte, es sei denn ihr geratet ist eine fiese „Trapa Touristica“.

 

4 Kommentare

  1. Das sieht ja richtig lecker aus. Da bekommt man gleich hunger drauf. Spaghetti Bolognese habe ich schon länger nicht gegessen, aber als nächstes probiere ich jedenfalls dieses Rezept aus.

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  2. Hallo Cornelia, ich frage mal vorsichtig, ob Du sicher bist, dass das ein Ragù ist. Ich bin fast sicher, dass es das nicht ist. Ragù kenne ich mit gar nicht mal so klein geschnittenen Fleischstücken, bzw. Fleisch, das so lange gegart ist, dass man es mit der Gabel auseinander bekommt. Diese Bolo-Sauce wäre imo eher ein Sugo.
    Es stimmt, dass zu Bologneseragù Tagliatelle oä gehören und keine Spaghetti. Aber: Ich habe in Italien tatsächlich Spaghetti bekommen, die unseren Spaghetti-Bolo sehr ähnlich waren und zu meinem Spaghetti-Archetyp wurden. Das war zwar in einem Ristorante neben einem Campingplatz, aber eine ‚Trappa Touristica‘ war es nicht. Die wollten nicht den deutschen Vorstellungen von italienischer Küche entsprechen, sondern haben diese Vorstellungen eher geprägt. Das ganze ist nämlich über fünfzig Jahre her. Damals steuerten meine Eltern jeden Sommer einen Campingplatz in der Nähe von Manerba am Südufer des Lago di Garda an. Und ich war mit im Gepäck 😉
    LG, Frank

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    1. Hallo Frank, möglcherweise hast du mich erwischt. Ragu kenne ich mit Fleisch, das so lange gegart wurde, dass es fast auseinanderfällt, aber nicht mit Hack. Ich dachte immer ein Sugo ist ohne Fleisch?? Jedenfalls meine ich, dass es die Sauce, so wie in dem Rezept beschrieben, normalerweise nicht zu Spaghetti gibt, sondern eher in einer Lasagne etc. Ich habe das aus einem ziemlich alten und authentischen italienishchen Kochbuch von 2 ital. Mammas. Übrigens war ich mit meinen Eltern auch am Gardasee. Aber da war ich erst 3 Jahre alt und kann mich nur an das Pistazieneis erinnern. 😉 und wann das war, darüber schweige ich diskret…lgc

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  3. Vielleicht hängt das auch von der Tagesform der Nonna ab 😉
    An das Pistazieneis erinnere ich mich ebenfalls. Hmmm. Ich habe dort aber auch viele Sommer verbracht, so vom 5ten bis zum 15ten Lebensjahr. War schön!

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