Autor: D.S.K

This is me- professional advertiser- semi professional sailor and chef de cuisine. Werber, Segler und jetzt auch Inhaber von "DIE SEE KOCHT" Segeln, Kochen, Rezepte und Meer.

Ossobuco ohne Tomaten, traditionelles Rezept aus Mailand

Das heutige Rezept ist so einfach, dass ich die Zutatenliste mehrfach lesen musste, weil ich stets der Meinung war, irgendetwas überlesen zu haben. Doch die Liste stimmt. Es sind nur Beinscheiben vom Kalb, Pfeffer, Salz, ein Glas Weißwein, eine 1/4! Knoblauchzehe, etwas Zitronenschale und Petersilie. Das Rezept „Ossobuco ohne Tomaten“ kommt tatsächlich ohne Pelati, Tomatenmark oder Suppengemüse aus.

Die See kocht Ossobuco mit Mark auslöffeln

Ganz purer Geschmack nach Kalb, Mark und ein Hauch von „Gremolata“

Wenige Zutaten sind immer gut für die Bordküche. Zur Zeit sind wir ohnehin in unserem Winterlager an Land. Statt Hafenkino schaue ich jetzt häufiger in die Bratröhre.

Entdeckt habe ich das Rezept für das Ofengericht in dem Kochbuch „Aus Italiens Küchen“. Eines meiner Lieblingskochbücher, das ich schon seit 30 Jahren intensiv nutze. Hier findet sich authentische Küche mit vielen Tipps und Rezeptvarianten.

Ossobuco dicke Scheiben roh

Die Beinscheiben sollten mindestens vier Zentimeter dick sein

Ossobuco – Wer hat das beste, originale, authentischste traditionelle Rezept?

Wie bei jedem Klassiker gibt es viele Urheber, die das authentische Rezept sich für claimen. Am häufigsten kommt die Variante mit Tomate und Soffritto vor.

Meine ersten Ossobuco Versuche fand ich enttäuschend. Eine mehr oder weniger geglückte Tomatensauce mit Gemüse, in der die Beinscheiben schwammen. Mir war das immer zu „tomatig“. Das feine Fleischaroma kam zu kurz, zu dominant waren die Tomaten. Weder dem Kalbfleisch, noch einer guten Tomatensauce wurde das gerecht. Wie gesagt, das ist meine persönliche Meinung.

Ossobuco klassisch wenige Zutaten

Zitronenschale, wenig Knoblauch, Petersilie und Polenta

Auf der Suche nach einer alternativen Ossobuco Zubereitung

Claudio von „Anonyme Köche“ hat sich schon vor Jahren mit dem Thema beschäftigt. „Weglassen ist nicht ohne“, lautete seine komplett SEO befreite Headline. Der Artikel ist lesenswert. Er lobt die Zubereitung von Virginia Cerabolini „Aus Italiens Küchen“ als „beeindruckend clean“. Beim Nachkochen kann auch er Kräutern und Mirepoix nicht widerstehen und verflucht sich hinterher. Ein schöner Artikel und mit vielen Kommentaren.

Übrigens mache ich hier keine Werbung für das Kochbuch. Es ist längst antiquarisch und wird selbst stark gebraucht zu stolzen Preisen gehandelt.

Ossobuco Rezept aus Italiens Kuechen

Seit 30 Jahren in meinem Besitz: „Aus Italiens Küchen“

Klassisches Ossobuco: Eines der ältesten italienischen Rezepte

Die Autorin Virginia schreibt, dass diese Zubereitung eines der ältesten Rezepte der italienischen Küche sei. Dass keine Tomaten darin vorkommen, könnte ein Hinweis darauf sein, dass das stimmt. Die pure Variante ist für das feine Aroma des Kalbfleischs und des Knochenmarks sehr förderlich.

Die Sauce ist italienisch „ristretto“ – also stark reduziert und spärlich. In Italien werden Fleischstücke nicht in Soßen ertränkt. Anstelle der üblichen Gremolata wird das Gericht zum Schluss nur ganz sparsam mit den wenigen Gewürzen aromatisiert. Beim Knoblauch war ich etwas großzügiger. Eine 1/4 Zehe erschien mir doch zu dezent. Kräuter wie Rosmarin, Oregano und Thymian kommen nicht vor!

Ossobuco mit Gremolata und Sauce

Eine halbe zerdrückte Knoblauchzehe durfte es schon sein.

Nützliches Wissen: Ossobuco heisst übersetzt Knochen (mit) Loch, meint aber den Markknochen. Das geschmorte Mark ist tatsächlich unwiderstehlich. In Mailand benutzen viele Genießer einen kleinen Löffel, um es aus den Beinscheiben zu schaben.

Und das waren die wenigen Zutaten für 2 Personen:

  • 2 Scheiben Kalbshaxe (à 400g) mit Markknochen (min. 4 cm dick)
  • 1 EL Butter
  • 1-2 EL Mehl
  • Kleines Glas Weißwein (150ml)
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • Peffer aus der Mühle, Salz
  • Etwas Schale von der Bio-Zitrone
  • Kleiner Bund glatte Petersilie (4-5 Zweige)
  • Zusätzlich: Küchengarn

Hier geht es zur Zubereitung der Kalbshaxen: (mehr …)

Rosenkohl Pasta mit Walnuss-Käsesauce: Hello Snow! Der Winter kann kommen

Weil es jetzt endlich kalt geworden ist, gibt es neben dem schnellen „Pasta mit Rosenkohl“ Rezept heute Werbung* für die schönsten Seiten des Winters: „Hello Snow“ ist nicht nur ein Winterkochbuch, sondern ein Rundum-Sorglos-Paket für die Vorweihnachtszeit.

Die See kocht aus Hello Snow: Rosenkohl Pasta

Winterlich durch den Advent: Pasta mit Käse Sahne und Rosenkohl

Dass ein Pasta-Rezept aus „Hello Snow“ in meiner Kombüse Platz findet, liegt an seiner Einfachheit und der Saisonalität: Nüsse und Rosenkohl. Dazu gebunkerte Nudeln, Blauschimmelkäse, Zwiebeln, Knoblauch.

Winter Pasta mit Walnuss Rosenkohl Käsesahne

Endlich ist wieder Rosenkohl und Sahnesaucen–Saison

Hello Snow! Der erste Schnee kann kommen

Im Buch zelebrieren die drei Autorinnen Julia, Saskia und Vera die Sehnsucht nach weißer Weihnacht. Es finden sich Rezepte für Plätzchen, Punsch und Spezialitäten vom Weihnachtsmarkt. Aber auch viel Herzhaftes ist dabei: Klassiker wie Weihnachtsgans, Eintöpfe und Ofengerichte. Die Zutaten sind alle saisonal: Wurzeln, Bete, Nüsse, Äpfel, Kohl.

Saskia von dem liebevollen und schönen Food-Blog „Dees Küche“ ist zusätzlich Ernährungsberaterin. Sie entwickelt Rezepte, die funktionieren. Julia Cawley hat nicht nur das Essen fotografiert, sondern auch wunderschöne Bilder aus Lappland mitgebracht, die sie bei minus 20 Grad geschossen hat. Zusammen mit den schönen Texten und der Gestaltung höre ich schon beim Umblättern den Schnee knirschen und fühle meine Wangen vor einem Kachelofen glühen.

*„Hello Snow“ ist im Thorbecke Verlag erschienen. Der Verlag hat mir ein Rezessions-Exemplar zur Verfügung gestellt.

Das saisonale Rezept für die Rosenkohl-Pasta mit Blauschimmelkäse habe ich mir herausgepickt, weil es so schön winterlich aussieht. Ausserdem hat Rosenkohl endlich wieder Saison, frische Walnüsse jetzt auch. Die anderen Zutaten habe ich sowieso meist gebunkert. Obwohl ich kein großer Fan von Sahnesaucen bin, hat es mir hervorragend geschmeckt. Blauschimmelkäse und Nüsse sind eine gute Kombination, Sahnesaucen machen den Captain glücklich.

Roquefort und Weinbergkaese

Bei meiner Variante: Den kräftigen Roquefort sparsam dosieren oder mischen

Rosenkohl Roquefort Walnuss Pasta

Und das waren die Zutaten für zwei:

  • 200 g Rosenkohl (frisch)
  • Salz
  • 200 g Pasta (z.B. Linguine, Bavette, Spaghetti)
  • 1 weiße Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 EL Butter (oder Butterschmalz)
  • 100 ml Brühe (z.B. aus Kalbs- oder Rinderfond)
  • 125 ml Sahne (oder H-Kochsahne)
  • 100 g Blauschimmelkäse (wie Roquefort, Gorgonzola, Danablue)
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 2-3 EL frisch gehackte Walnüsse

Tipp: Saskia listet in ihrem Rezept den milden Gorgonzola auf. Ich habe kräftigen Roquefort verwendet. Da dieser viel strenger ist, habe ich ihn zusätzlich mit Weinbergkäse gemischt. Aber auch Danablue oder andere Blauschimmelkäse schmecken. Je nach verwendeter Sorte, vorsichtig salzen.

Winterliche Rosenkohl Kaese Pasta seitlich

Die Pasta ist schnell fertig: Der Rosenkohl bleibt knackig

Hier geht es zur Zubereitung:
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