Tomaten Nektarinen „Caprese“ mit Mozzarella & Basilikum

Bei Temperaturen von über 30 Grad mag niemand mehr kochen und auch nicht mehr viel essen. Deshalb gibt es heute nur zwei sommerliche Salatideen, die sich vom klassischen Insalata Caprese mit Tomaten ableiten. Ende Juli sind die Tomaten phantastisch, selbst die regionalen Sorten schmecken fruchtig und aromatisch. Basilikum gibt es jetzt büschelweise, kein Vergleich zu den blassen Blättchen aus dem Plastiktöpfchen.

Tomate Nektarinen Caprese Rezept
Im Schatten genießen: Tomaten-Mozzarella-Salat mit Nektarinen

Die zweite Zutat ist Obst! Eine Kombination, die ich in Salaten so gar nicht mag. Die Ausnahme mache ich nur, weil es Sorten gibt, die auf wundersame Weise mit den Tomaten harmonieren: Nektarinen, die ab Juli Saison haben und die ganzjährig erhältlichen Mangos. Das reife Obst perfektioniert und vollendet das Tomatenaroma. Und das ist sogar wissenschaftlich erwiesen, behaupten jedenfalls einige Foodpairing Experten. Für mich ist jeder Bissen einfach nur erfrischend.

Mango Tomate Caprese Limettendressing
Die Variante mit Mango. Ganz ordentlich als Päckchenlieger
Im Juli: Tomaten Nektarinen Pfirsich
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Tomaten mit Obst schmeckt
Obst im Salat? Diese fruchtig, knackige Kombination schmeckt bei 34 Grad

Und das waren die Zutaten für zwei Teller ( Nektarinen Variante)

  • 4-5 feste Tomaten, möglichst verschiedene Sorten
  • 1-2 reife Nektarinen (oder Pfirsiche)
  • 1 Büffelmozzarella (alt. aus Kuhmilch)
  • Reichlich frisches Basilikum
  • 3 EL Olivenöl „extra vergine“
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Meersalzflocken
  • 1 EL Zitronensaft oder weißer Balsamico (optional)
Die See kocht Tomate Nektarinen Caprese
Bestes Sommeressen: Tomaten in vielen Formen und Kombinationen

Die Zubereitung:

Beim Tomaten-Mango-Caprese herrscht Chaos auf dem Teller. Die Zubereitung dauert nur fünf Minuten.

Tomaten und Nektarinen waschen. Tomaten in Scheiben, Nektarinen in Spalten schneiden. Beides auf einem Teller verteilen. Büffelmozzarella abtropfen lassen, mit den Fingern zerpflücken und über den Tomaten und den Nektarinen verteilen. Basilikumblätter vorsichtig waschen und trockentupfen. Blätter grob zerrupfen und auf den Teller streuen. Alles mit reichlich gutem Olivenöl beträufeln und mit Meersalz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken.

Tipp: Wer mag, kann noch ein wenig Zitronensaft (oder weißen Balsamico) über den Salat träufeln. Das ist in Italien nicht üblich, weil die Tomaten schon genügend Säure mitbringen sollten. Je nachdem wie fruchtig und süß eure Nektarinen und Tomaten sind, kann das eine schöne Ergänzung sein. Anstelle der Nektarinen können auch Pfirsiche oder Bergpfirsiche in den Salat geschnitten werden. Wer keine Samthaut mag, sollte diese dann vorher abziehen.

Tomate Mango Caprese
Bei der Mango-Variante gibt es zusätzlich Pinienkerne und Thai-Basilikum

Variante: Tomaten-Mango-Mozzarella Caprese, geschichtet

Bei der zweiten Variante herrscht Ordnung auf dem Teller. Optisch erinnert die geschichtete Variante an das Original aus Capri, den Insalata Caprese. Auf eine Scheibe Tomate kommt eine Scheibe Mozzarella, dann eine Scheibe Mango und danach ein großes Basilikumblatt. Bei dieser Version habe ich zusätzlich Thai-Basilikum, Limettensaft und geröstete Pinienkerne verwendet. Inspiriert hat mich Madelaine von @coeurdubeurre auf Instagram. Diese Version habe ich schon vor zwei Jahren fotografiert, sie auf einer alten Speicherkarte vergessen und jetzt erst wieder entdeckt.

Die Zutaten für die Tomaten-Mango-Caprese (2 Personen)

  • 3-4 feste mittelgroße Tomaten
  • 1 reife Mango (nicht zu weich)
  • 1 Büffelmozzarella (alt. aus Kuhmilch)
  • Thai-Basilikumblätter
  • 3 EL Olivenöl „extra vergine“
  • 1 Limette
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Meersalzflocken
  • 2-3 EL Pinienkerne
Tomate Mango Caprese Serviervorschlag
Süße und Säure in bester Balance: Tomate, Mango, Limettensaft

Die Zubereitung:

Pinienkerne in einem Pfännchen ohne Fett leicht anrösten und beiseite stellen.

Tomaten waschen und in Scheiben schneiden. Mango schälen, am Kern entlang halbieren und in Scheiben schneiden. Scheiben halbieren, so dass sie etwa den Durchmesser der Tomatenscheiben bekommen. Mozzarella abtropfen lassen und ebenfalls in Scheiben schneiden.

Abwechselnd Tomate, Mozzarella, Mango und ein Blatt Basilikum aufschichten, bis alles verbraucht ist. Mit Pinienkernen und restlichem Basilikum bestreuen. Limettensaft und Olivenöl in einem Schälchen verrühren und über dem Tomatenstapel verteilen. Pfeffern und salzen.

Und jetzt noch ein paar Hinweise und Tipps zu den Zutaten:

Caprese Original stammt ursprünglich aus der Gegend um Capri. Schneller als die Original-Kreation in den italienischen Nationalfarben (Il Tricolore) lässt sich ein Gericht kaum zubereiten. Es lebt von der Qualität der Zutaten.

Im Juli stammen meine Tomaten aus Vierlande, Hamburgs Gemüsegarten vor den Toren der Stadt. Die Züchter haben mittlerweile etliche, zum Teil auch alte Sorten im Angebot. Zu dieser Jahreszeit muss es wahrlich nicht die in Plastik verpackte Tomate aus dem 2500 km entfernten Almería sein.

Tomate Nektarinen gewaschen Sieb
Jetzt im Sommer: Bunte Mitbringsel vom Isemarkt

Mozzarella. Kuhmilch oder Büffelmilch

Das Thema Mozzarella hat schon so viele Blogseiten gefüllt, dass ich das nicht groß vertiefen will. Ich mag den cremigen Büffelmozzarella lieber, doch auch hier gibt es große Qualitätsunterschiede. Für mich war eine italienische Supermarkt-Marke hinsichtlich Konsistenz und Geschmack in Ordnung, wobei sie natürlich nicht an den frischen Mozzarella di Bufala Campana mit DOP Siegel heranreichen kann. Billiger Discounter-Mozzarella aus Kuhmilch hat oft eine kaugummiartige, zähe Konsistenz. Er darf maximal auf die Pizza.

Auch der herkunftsgeschützte Mozzarella „Fior di Latte“ aus Kuhmilch ist eine Köstlichkeit. Mozzarella schmeckt am besten, wenn er Zimmertemperatur hat. Also rechtzeitig aus der Kühlung holen.

In seiner Lake, in der ungeöffneten Plastikverpackung, hält sich ein gekühlter Mozzarella relativ lange. Bläht sich die Packung auf, kann das ein Zeichen für mangelhafte Kühlung sein. Wenn ihr den Beutel geöffnet habt und nicht alles auf einmal essen wollt, packt den restlichen Käse samt Lake in eine Frischhaltebox. Dann hält er sich gekühlt für weitere zwei Tage. Manchmal schmeckt ein Mozzarella so gut, dass man ihn pur essen mag. Doch Vorsicht: 100 g haben schon um die 260 kcal.

In Lake aufbewahren Büffelmozzarella
In Lake aufbewahren: zarter Büffelmozzarella

Büffel Mozzarella oder Burrata, was ist der Unterschied?

Noch mehr Kalorien liefert die „Burrata“ aus Apulien. In 100 g Burrata stecken immerhin 320 Kilokalorien (kcal). Nicht umsonst heißt Buratta auf italienisch „gebuttert“. Die sahnige, handgezogene Edelvariante hat einen Kern aus Rahm und gezupften Mozzarellafäden. Das Innere schmeckt nach frischer Sahne und zergeht auf der Zunge. Buratta findet man kaum im Supermarkt, sondern eher in italienischen Feinkostläden. Bei uns im Handel angebotene Burrata wurde für den Export haltbarer gemacht, was sich auf den Geschmack auswirkt. Schmeckt das Innere säuerlich, ist die Burrata nicht mehr frisch.

Burrata schmeckt pur am besten: Nur mit Olivenöl, Basilikum, Meersalz und Pfeffer. Natürlich passen auch hier reife Tomaten und Weißbrot zum Tunken

Einen guten Beitrag über Licht und Schatten bei der Mozzarella Produktion in Italien habe ich im Splendido Magazin gefunden.

Büffelmozzarella mit Olivenöl
Mozzarella oder Burrata schmecken auch ganz pur

Mozzarella geschnitten oder gerupft?

Der Name Mozzarella stammt vom italienischen „mozzare“ und steht für rupfen oder reißen. Während der traditionellen Herstellung wird der heiße Käse von Hand gedreht und geformt, bis der Käseklumpen eine glatte Oberfläche hat. Danach werden die Kugeln in Salzlake abgeschreckt. Puristen rupfen den Mozzarella in den Salat, wer Ordnung auf dem Teller liebt, schneidet ihn in Scheiben.

Im Juli: Nektarinen, Pfirsiche und Berpfirsiche

Die Nektarinen kommen jetzt aus Frankreich, Italien, Spanien oder Griechenland. Die Hochsaison beginnt im Juli und dauert bis in den September. Nektarinen sind nicht so druckempfindlich wie Pfirsiche, was ich an Bord praktisch finde. Ebenfalls bewährt haben sich die kleinen stapelbaren Bergpfirsiche. Sie nehmen weniger Platz weg, und sie lassen sich leichter und ohne zu kleckern verzehren.

Ich hoffe, ich konnte euch mit dieser Inspiration die Sommerhitze schmackhaft machen. Die Hundstage und unser Sommertörn stehen noch bevor. Mal sehen, welche tollen regionalen Produkte mir rund um Fünen noch begegnen. Vielleicht wachsen ja schon bald Pfirsiche und Nektarinen auf Dänemarks Garteninsel. Feigen und Weinberge habe ich schon geschichtet. Ahoi und Skål.

Tomaten Nektarinen Pfirsich vom Markt

8 Kommentare zu „Tomaten Nektarinen „Caprese“ mit Mozzarella & Basilikum

    1. Danke Alex, was bedeutet, du bekommst ausnahmsweise Gäste? Isst du/ihr immer alles selbst? 😉
      Liebe Grüße und schönes Wochenende. Ich hoffe, an einem schattigen Plätzchen
      Cornelia

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      1. Ich wohne tatsächlich alleine und bekomme deswegen nicht so oft Besuch (um so mehr Grund, es zu betonen 🙂 )
        Ich versuche zu essen was geht, der Rest wird entweder eingefroren oder am nächsten Tag mit zur Arbeit genommen. Ich hab ab und zu auch Fans, die sich gerne etwas schenken lassen. Was die Kocherei angeht, liebe ich sie. Es hat mich noch nie gestört, länger in der Küche zu stehen. LG Alex

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      2. Mich auch nicht, kochen ist für mich Entspannung. Ich koche mir auch gerne etwas schönes, wenn ich allein bin. Liebe Grüße Cornelia

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      1. Ne, noch zuhause an Land. Ende nächster Woche geht’s los – Englischer Kanal und Scillies. Und „ick‘ freu mir wie Bolle“ 😉

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  1. Köstlich für Bullenhitze Tage mit 40 Grad in Hessen. Da geht selbst mir manchmal jegliche Idee flöten, um mein ‚ Küchenpersonal‘ zum Essen zu überreden. Da kommen Deine erfrischenden knackigen Salate wie gerufen. Das sieht super lecker aus. Danke Dir. Gottseidank kann man heute mal durchatmen mit leichten Regenschauern . Liebe Grüße , Johannes, auch an den Captain. ⛵️😓

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